Aktuelle-Ausgabe

Student der ersten Stunde
(02.03.2018)

Etablierung des Studienortes in Schwerin bleibt schwierig

Schwerin • Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr am Mecklenburgischen Staatstheater entschied sich Nico Schnoor (Foto) 2013 für ein Studium in Gamedesign und war damit einer der ersten Studierenden der Designhochschule, die sich heute Vitruvius-Hochschule nennt. „In Schwerin gibt es Studiengänge, die in Deutschland nur vereinzelt angeboten werden“, so der 24-Jährige. „Und das ganze Prozedere, in einer größeren Stadt nochmal von vorne anzufangen, neue Freunde zu finden, wäre nichts für mich gewesen.“

Gemeinsam mit 17 Kommilitonen begann für Nico eine aufregende Zeit. In so einer kleinen Gruppe zu studieren habe Vor- und Nachteile gehabt. „Einerseits waren wir nur wenige Leute und man stand im engen Austausch mit den Dozenten. Wir haben Verbesserungsvorschläge anbringen können, die dann auch beherzigt wurden.“ Anderseits steckte der Hochschulbetrieb noch in den Kinderschuhen. „Der Unterrichts- und Prüfungsablauf lief damals noch nicht hundertprozentig reibungslos. Aber mit der Zeit ist die Kommunikation und Organisation viel besser und strukturierter geworden.“ Die Etablierung Schwerins zu einem anerkannten Studienort braucht Zeit. „Man sieht ja, dass sich etwas tut. Aber das geht natürlich auch nicht von heute auf morgen. Ich glaube, ein Semesterticket für alle Studierenden für den Nahverkehr wäre schon mal sehr gut.“
Seit seinem Bachelor-Abschluss 2016 ist Nico der Landeshauptstadt treu geblieben und gründete gemeinsam mit vier Kommilitonen das Game-Studio Cloudburgers.


hauspost/ml

Nico Schnoor startet nach seinem Studium in Gamedesign mit seinem eigenen Game-Studio in Schwerin durch
Foto: maxpress

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