Aktuelle-Ausgabe

Spürnasen trainieren im Abbruchhaus der WGS
(01.03.2019)

Rettungshundestaffeln trafen sich in der Rostocker Straße

Am 19. Januar war zwischen 14 und 16 Uhr immer wieder eifriges Hundegebell aus dem entkernten Hochhaus in der Rostocker Straße 5 zu hören. Hier kamen an einem kalten Samstag gleich drei Rettungshundestaffeln – Nord­elbe, Schleswig-Holstein Ost und Vorpommern – zu einer umfangreichen Übung zusammen. Im Elfgeschosser durften die knapp 20 Spürnasen zeigen, was sie können. „Wir haben heute blutige Anfänger dabei, aber auch sehr erfahrene Tiere. Hier im Gebäude darf sich heute jeder ausprobieren”, so Fred Schmedemann, Führer der Rettungshundestaffel Nordelbe e. V.
Dass die Suche in den „Trümmern” des leeren Hochhauses gar nicht so einfach ist, zeigt sich in der Praxis schnell. Durch die verschiedenen Bohrlöcher in Boden und Decke verteilen sich die Gerüche aus den anderen Etagen und bringen selbst erfahrene Hunde leicht aus dem Konzept.
Dennoch fanden die fleißigen Spürnasen jede der „vermissten” Personen, die sich auf den Etagen zum Teil hinter Schuttbergen, in Badewannen oder in dunklen Ecken versteckten. „Wenn die Hunde eine Person finden, müssen sie anschlagen – also mehrmals bellen. Der Hundeführer folgt dem Geräusch und kann die Person so ausfindig machen”, erklärt Fred Schmedemann. Zudem trainierten auch die sogenannten „Mantrailer” – diese Hunde finden Vermisste im freien Gelände anhand einer Geruchsprobe.

Wenn die Rettungshunde eine vermisste Person finden, müssen sie dies durch Bellen anzeigen
Wenn die Rettungshunde eine vermisste Person finden, müssen sie dies durch Bellen anzeigen, Foto: maxpress

Zurück