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Schwerins Weltkulturerbe-Antrag verspätet sich
(19.08.2019)

Laut neuem Zeitplan wird der Wunsch erst 2023 eingereicht

Schwerin • Die Stadt Schwerin wird laut Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier nicht schon in 2019 den Antrag zum UNESCO-Weltkulturerbe fertigstellen. Beim Mitgliedertreffen des Vereins Pro Schwerin präsentierte der OB einen ganz neuen Zeitplan: Abgabe in 2023 und Entscheidung in 2024.

Pro Schwerin hatte kurz nach der Jahrtausendwende bereits die Idee, Schwerin in den prestigeträchtigen Rang eines Weltkulturerbes zu heben. Der bisherige Plan sah vor, den Antrag noch bis Ende 2019 einzureichen, mit der Hoffnung auf eine Ernennung im kommenden Jahr. „Bisher war unser Motto: so schnell wie möglich, damit wir das Ding im Kasten haben, davon müssen wir jetzt abrücken“, meinte Rico Badenschier nun. Grund des Umdenkens sei die teils kritische Resonanz von Gremienvertretern auf Bundes- und Länderebene auf den Entwurf der ersten drei Kapitel des Bewerbungsantrages.

Insbesondere eine Rücksprache mit der Beauftragten der Länder beim Welterbekomitee der UNESCO, Dr. Birgitta Ringbeck, hat den OB nach eigenen Angaben davon überzeugt, dass „Gewissenhaftigkeit vor Geschwindigkeit“ gehen müsse. Daher sucht die Stadt im nächsten Schritt einen erfahrenen Experten, der bei der Antragstellung hilft. Finanziert werden soll der Berater über den Strategiefond des Landes.

Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier (r.) stellte dem Pro Schwerin Vorsitzenden Werner Hinz und den Vereinsmitgliedern den neuen Zeitplan für die Weltkulturerbe-Bewerbung vor
Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier (r.) stellte dem Pro Schwerin Vorsitzenden Werner Hinz und den Vereinsmitgliedern den neuen Zeitplan für die Weltkulturerbe-Bewerbung vor, Foto: maxpress

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