Aktuelle-Ausgabe

NVS passt Tarif für Schülerbeförderung an
(08.07.2019)

Längere Nutzungsdauer und günstigeres Freizeit-Ticket

Schwerin • „Mit Bus und Bahn kommen Schüler erwiesenermaßen am sichersten zur Schule”, leitet Nahverkehr-Geschäftsführer Winfried Eisenberg das Pressegespräch zur Tarifanpassung ein. Aus diesem Grund habe das Land Mecklenburg-Vorpommern auch vor einiger Zeit beschlossen, den Schulweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern. Seit dem vergangenen Schuljahr konnten Eltern deshalb Sonderfahrausweise für ihre Kinder beantragen – das Land erstattete dann die Kosten für die Schülerbeförderung. Grundsätzlich ist dies nur für Kinder möglich, die an staatliche Schulen gehen und bis zur 6. Klasse einen Schulweg von mindestens zwei Kilometern und ab der 7. Klasse einen Weg ab vier Kilometern bewältigen müssen. „Das Land geht davon aus, dass die Kinder alles, was darunter liegt auf eigene Kraft bewältigen können”, so Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier. Er selbst kenne diese Regelung aus seiner Kindheit in Sachsen. „Ich selbst musste immer die knapp vier Kilometer zur Schule mit dem Fahrrad fahren – bei Wind und Wetter”, berichtet er den Pressevertretern.

Mit dem Schülermonatsticket des NVS konnten die Kleinen bislang während der Schulzeit Montag bis Freitag zwischen 6 und 17.30 Uhr ihren Weg zur Schule und wieder zurück beschreiten – ausschließlich auf der direkten Linie zwischen dem Zuhause und der Lehranstalt. „Wir erhielten jedoch Beschwerden von einigen Eltern, deren Kinder beispielsweise ans Sport- oder Musikgymnasium gehen. Wenn nach dem regulären Unterricht noch der Musikunterricht oder Sport warten, ist eine Nutzungsdauer bis 17.30 Uhr nicht realistisch”, so Winfried Eisenberg. Deshalb entfällt ab dem kommenden Schuljahr die Nutzungsdauer, sodass das Ticket für den Schulweg nun von 0 bis 24 Uhr gültig sein wird. Die Kosten für den Fahrschein, die das Land übernimmt, steigen dadurch von 16,30 Euro auf 20 Euro pro Monat.

Nach wie vor können die Schüler, die das geförderte Ticket in Anspruch nehmen, dieses auch für die Freizeit erweitern. Das Upgrade auf das gesamte Netz und aufs Wochenende mit der „Monatskarte Azubi Freizeit” kostet ab dem neuen Schuljahr allerdings nicht mehr 17,30 Euro sondern nur noch 10 Euro.

„Wir haben versucht für die Nutzergruppe ein Optimum zu finden und das ist uns gelungen”, findet Winfried Eisenberg. Den Antrag auf den Sonderfahrausweis finden Eltern unter www.schwerin.de. Die Tickets, die nur in Verbindung mit einem entsprechenden Schülerausweis gültig sind, gibt es an allen Verkaufsstellen des NVS.

Die Vergünstigungen im Nahverkehr gelten selbstverständlich auch für Berufsschüler und Auszubildende.

Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier (v.l.) und NVS-Geschäftsführer Winfried Eisenberg erklärten die Veränderungen in einer Pressekonferenz
Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier (v.l.) und NVS-Geschäftsführer Winfried Eisenberg erklärten die Veränderungen in einer Pressekonferenz, Foto: maxpress

Zurück