Aktuelle-Ausgabe

Helios Patientenakademie
(01.03.2019)

Wenn Angehörige schwer erkranken

Angst, Trauer, Hoffnung – auf Patienten und Angehörige prasseln viele Informationen und Emotionen gleichzeitig ein. Bei schweren Erkrankungen oder im fortgeschrittenen Lebensalter müssen dazu oft schwierige Entscheidungen getroffen werden.
In der nächsten Patientenakademie gibt die Anästhesistin und Palliativmedizinerin Barbara Annweiler, Leiterin des Zentrums für Palliativmedizin an den Helios Kliniken Schwerin, Tipps, woran vorausschauend gedacht werden kann.

Die Veranstaltung findet am 6. März ab 18 Uhr  im Ludwig-Bölkow-Haus der IHK Schwerin statt.

„Kaum jemand möchte sich mit den Gedanken an schwere Erkrankungen oder Gebrechlichkeit beschäftigen. Doch genau dafür sollte man sich Zeit nehmen”, empfiehlt Barbara Annweiler. „Dabei geht es nicht nur um ein Testament oder eine Patientenverfügung.“ Am Krankenhaus hat Barbara Annweiler den palliativmedizinischen Konsildienst etabliert. Angehörige und Patienten können sich mit Fragen und Problemen an die Mitarbeitenden wenden. Auch Haus- und Fachärzten sowie ambulanten Hospizdiensten steht die spezialisierte palliativmedizinische Versorgung (SAPV) ebenso beratend bei allen Fragen zur Symptomkontrolle und der Organisation der palliativ/hospizlichen Versorgung zur Seite.
Barbara Annweiler gibt Einblicke in die Arbeit des Zentrums und erklärt, woran man für den möglichen Krankheitsfall denken sollte. Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Weitere Veranstaltungen:

Am Mittwoch, 16. Januar, um 16 Uhr liest der ­Ratzeburger Autor ­Hartmut Haker im Festsaal der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik aus seinen Büchern und Theaterstücken.

Hartmut Haker, gebürtiger Schweriner, litt lange unter einer schizo-affektiven Erkrankung, die ihn mehrmals in die Carl-Friedrich-Flemming-Klinik führte. Hier entstand sein erstes Buch „Station 23 – Begegnungen in der Psychiatrie“. Hartmut Haker möchte anderen Betroffenen Mut machen. Seine Lesungen – regelmäßig tritt er in Norddeutschland, Berlin oder München auf – sind ein Angebot für Betroffene, Angehörige, Vereine und auch Fachkräfte in der Psychiatrie. Hartmut Hakers Botschaft ist, dass niemand sich verstecken darf, sondern über die Krankheiten reden sollte.

Ihm ist es ein Anliegen, die psychischen Erkrankungen zu enttabuisieren. Hartmut Haker, inzwischen 44 Jahre alt, verheiratet, Vater eines Sohnes, in Vollzeit als Konstrukteur für Baustatik tätig, hat sich, wie er es selbst nennt, langsam „gesundgeschrieben“. Das Schreiben ist sein Weg, über seine Erkrankung zu sprechen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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Foto: Helios

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