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Findlinge aus der Eiszeit für die Pinguine im Zoo
(04.01.2019)

SAS transportiert tonnenschwere Überbleibsel von Baumaßnahmen

Schwerin • Vor wenigen Tagen noch lag ein großer Berg Findlinge als Überbleibsel von Baumaßnahmen auf dem Gelände der SIS  –  Schweriner IT- und Servicegesellschaft mbH im Stadtteil Krebsförden. Jetzt verschönern die Steine aus der Eiszeit die neu gestaltete Pinguin-Anlage im Schweriner Zoo. Den Transport der insgesamt etwa 13 Tonnen schweren Findlinge hat die Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft mbH (SAS) übernommen.

„Die Steine liegen seit etwa zwei Jahren neben dieser Zufahrtsstraße auf dem Gelände unseres Unternehmens in Schwerin-Krebsförden. Sie wurden bei den Fundamentarbeiten für unser neues Rechenzentrum aus dem Boden geholt und hier abgelegt“, berichtet SIS-Geschäftsführer Matthias Effenberger, während ein Radlader des Schweriner Zoos die durch die Eiszeit geschliffenen Steine polternd in den flachen Container der SAS kippt. Matthias Effenberger freut sich darüber, dass die Findlinge ihren Platz gefunden haben und für einen guten Zweck verwendet werden. „Mit diesen Steinen wollen wir unsere Anlage für die Humboldt-Pinguine abwechslungsreicher und naturnäher gestalten“, erläutert Dr. Tim Schikora, der ebenfalls das Verladen der Findlinge beobachtet.
Wie der Zoo-Direktor weiter erklärt, sind die Pinguine an der Pazifikküste Chiles und Perus verbreitet – leben dort an felsigen Stränden und sind sehr gute Kletterer. Ein schönes Zuhause sei wichtig für den Erhalt und die Vermehrung dieser bedrohten Tierart. Im Frühjahr soll das von Grund auf neu gestaltete Areal im Zoo für die Pinguine noch mit Gräsern bepflanzt werden. „Es ist ein tolles Zeichen, dass bei diesem Projekt drei kommunale Schwesterunternehmen so komplikationslos zusammen arbeiten“, freut sich der Zoo-Direktor.
Für Andreas Lange war es selbstverständlich, dem städtischen Unternehmen bei diesem Vorhaben unter die Arme zu greifen. „Mit dem Zoo verbindet uns seit vielen Jahren eine vertrauensvolle Partnerschaft“, so der SAS-
Geschäftsführer.

BU: SIS-Geschäftsführer Matthias Effenberger, SAS-Mitarbeiter Robert Gratz und Zoo-Dirktor Dr. Tim Schikora (v.l.) beobachten das Verladen. Fotos: maxpress/srk

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