Aktuelle hauspost-Ausgabe

Die Rückkehr der Königinnen
(01.07.2020)

Nach dem Ausschwärmen kehren die Bienenvölker nun in ihren Garten zurück

Krösnitz • Der Bienengarten des hauspost-Teams steht in voller Blüte und auch die Bienen haben sich fleißig vermehrt – so sehr, dass die Völker ausgeschwärmt sind, um einen neuen Bienenstaat zu gründen. Doch nach der Krönung kommt die Arbeit. Das gilt für die Bienen ebenso wie für den Imker. Das hauspost-Team war dabei, als Dr. Mirko Lunau seine fleißigen Tiere eingesammelt und in ihren neuen Stock auf der Krösnitz gebracht hat.

Ein offener Bienengarten zur gemeinschaftlichen Nutzung, das war lange Zeit der Traum der hauspost-Redaktion. Im vergangenen Frühjahr ging dieser dann endlich in Erfüllung. Die ersten Bienenvölker zogen ein und fühlten sich auch direkt wohl. Um den Garten noch wohnlicher und nahrhafter zu gestalten, haben sich in diesem Frühjahr engagierte Leser mit dem hauspost-Team zusammengetan. Es wurden Ideen ausgetauscht, Beete angelegt und der Zaun erneuert. Nun ist das Saatgut vom Grabower Backhus gut aufgegangen und die Bienenvölker sind soweit gewachsen, dass sie im Juni ausgeschwärmt sind: ein wahres Naturspektakel, bei dem sich ein Bienenstaat in zwei Völker aufteilt.

Doch bevor die Bienen ausschwärmen können, muss die amtierende Königin für Nachfolge sorgen. Dazu legt sie Larven ab, die von den Ammenbienen fürsorglich gehegt und gepflegt werden. Die zukünftigen Monarchinnen bekommen von ihnen nur das beste Geleé royale. Dieses edle Gemisch aus Pollen und Drüsenflüssigkeit ist eine wahre Kalorienbombe. Dadurch werden die Regentinnen größer als der Rest des Gefolges. Bei Bienenköniginnen sind ganz klar Kurven Trumpf.

Kurz bevor die neue Monarchin schlüpft, verlässt die alte Regentin mit einem Großteil ihres Hofstaats den Bienenstock. Sogenannte Spurbienen suchen nach einer neuen Behausung. Meist handelt es sich um Astlöcher in wenigen Metern Entfernung. Das macht es auch dem Imker leichter, sie wiederzufinden, wie Dr. Mirko Lunau verrät. Mithilfe eines speziellen Beutels fängt er die Königin ein und der Hofstaat folgt in den neuen Stock. Da die sensiblen Tiere ihn nicht finden würden, wenn er während der Pollensuche versetzt wird, verschließt der Imker den Kasten vorsichtig vor dem Transport zum Garten. „Nun müssen die Bienenvölker wachsen und Vorräte für den Winter anlegen“, sagt Imker Dr. Mirko Lunau. Alle hauspost-Leser sind herzlich eingeladen, dies zu beobachten.

Reica Lindner

Foto oben: Im Bienengarten der hauspost gerät nicht nur der Imker Dr. Mirko Lunau ins Schwärmen

Foto unten: Die Bienen kurz vor dem Abflug aus ihrer Behausung

Fotos: maxpress

Jetzt auf einen Besuch vorbeikommen!

In der Kleingartenanlage Ostorf im Pappelweg 5 versteckt sich der grüne Bienengarten der hauspost. Gelbe Schilder mit dem Bienen-Logo zeigen ab der Stadionstraße den Weg. Wer neugierig ist, kann die vier emsigen Völker gerne einmal besuchen.

Egal ob einfach nur Bienenfreund oder bienenbegeisterte Schulklassen – die hauspost nimmt gerne alle Interessierten mit auf einen kleinen Ausflug in die Welt der fleißigen Insekten.

Termine können ganz einfach per Telefon unter (0385) 760 520, per E-Mail an sh@maxpress.de oder persönlich bei der hauspost /maxpress gemacht werden.

Die Adresse dafür lautet Stadionstraße 1, 19061 Schwerin.

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