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Der Klick für die Ehe
(30.04.2020)

Hochzeitsfotografin will in Schwerin glückliche Momente festhalten

Schwerin • Virginia Pech ist Fotografin aus Leidenschaft. Sie stammt aus Crivitz, war zur Ausbildung in Berlin und kommt jetzt als Hochzeitsfotografin nach Schwerin in die Heimat zurück. Mehr als 50 Brautpaare hat sie bereits mit der Kamera begleitet. Auch in diesem Jahr möchte sie auf 23 Hochzeiten fotografieren, wenn ihr die Corona-Krise keinen Strich durch die Rechnung macht.

hauspost: Wann stehen Sie auf, wenn ein Hochzeitsshooting ansteht?
Virgina Pech: Das hängt davon ab, wann das Brautpaar heiratet. Meist stehe ich um 9 Uhr auf, frühstücke, packe mir Snacks, Drinks und Wechselsachen ein. Das technische Equipment habe ich bereits am Vorabend gecheckt und samt Trittleiter ins Auto geladen.

hauspost: Wo ist der ­schönste Ort zum Heiraten in ­Schwerin?
Virgina Pech: Wenn man standesamtlich heiraten möchte, ist für mich persönlich das Schleswig-Holstein-Haus am schönsten. Hier gibt es einen wunderbaren Garten, in dem geheiratet werden kann und auch die Räumlichkeiten sind sehr schön. Dort erwarten einen keine Bürostühle und Teppichboden.

hauspost: Worauf sollte das Brautpaar beim Fotoshooting achten, damit es ein perfektes Foto bekommt?
Virgina Pech: Für mich sieht jedes Brautpaar toll aus, wenn es an ihrem Hochzeitstag allen Emotionen freien Lauf lassen kann und glücklich ist. Beide müssen sich einfach wohl fühlen. Und das tun sie, wenn sie sich schön fühlen und Kleidung tragen, die ihnen hundertprozentig gefällt. Daher rate ich meinen Bräuten immer: Bitte macht unbedingt ein Probe-
styling und lasst auch eine Frisur einmal Probestecken! Und den Männern empfehle ich, eine Begleitperson zur Anprobe des Anzuges mitzunehmen, die das Brautkleid gesehen hat und die sich mit Mode auskennt.

hauspost: Welches Fotomotiv ist am schwierigsten zu fotografieren?
Virgina Pech: Dort, wo am wenigsten Licht ist, fällt es auch am schwersten, schöne Fotos zu machen. Meist ist das eine Trauung in der Kirche oder in einem dunklen Standesamt. Aber natürlich sind die Momente des Tages am schwierigsten einzufangen, die am schnellsten wieder vorbeigehen, also der Kuss bei der Trauung, der Ringtausch oder auch der Gang durch ein Spalier. Aber auch das Wegwischen einer Träne der Mutter oder die stolze Umarmung des Papas nach der Trauung. Das zu schaffen, ist wohl das Schwierigste an diesem Job.

hauspost: Was ist derzeit beim Hochzeitsfoto angesagt?
Virgina Pech: Die Paare, die ich betreue, wollen keine gestellten Fotos mehr. Meinen Brautpaaren ist es wichtig, dass sie natürlich, emotional und glücklich auf den Fotos aussehen. Die meisten Brautpaare erzählen mir, dass sie ja so „unfotogen“ sind. Am Ende haben wir immer wunderschöne Fotos, weil die beiden einfach glücklich sind an ihrem Hochzeitstag und wir das Shooting allein in einer entspannten Atmosphäre machen. Dabei lasse ich das Paar einfach laufen, kuscheln und sich liebe Dinge zuflüstern. Da entstehen so schöne Bilder meist von ganz allein.

hauspost: Inwieweit sind Sie als Hochzeitsfotografin von der Corona-Krise betroffen?
Virgina Pech: Alle meine 25 Hochzeiten dieses Jahr stehen auf der Kippe. Aber bisher habe ich noch Glück. Eine Hochzeite wurde bisher abgesagt, zwei auf das kommende Jahr und drei in den Herbst verschoben. Bisher hoffe ich noch, dass zumindest ab August die Hochzeiten wieder normal stattfinden können.

hauspost: Vielen Dank für das Gespräch.

maxpress/Steffen Holz

BU: Hochzeitsfotografin Virginia Pech
Fotos: Virginia Pech Fotografie

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