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City ohne Airport
(23.03.2020)

Historischer Flugplatz soll neuen Glanz bekommen

Görries • Vor mehr als hundert Jahren landeten in der Nähe des Schweriner Schlosses noch Flugzeuge. Gebaut wurden sie in Görries, wo gleichzeitig auch Piloten ausgebildet wurden. Heute stehen als Zeugen der Vergangenheit nur noch die Ruinen des Towers und ein paar schäbige Hallen. Der Verfall des Geländes könnte jedoch in nächster Zeit gestoppt werden.

Eine Unternehmensgruppe aus Köln hat das Flugplatzgelände erworben. Im Internet lobt sie den Standort Görries mit seiner guten Straßen- und Bahnanbindung. Viel konketer werden die Investoren noch nicht, sind sich offenbar aber der geschichtlichen Bedeutung des Geländes bewusst. Auf ihrer Homepage erwähnen sie die unternehmerische Geschichte Anthony Fokkers. Er war es, der 1913 angefangen hatte, in Görries Flugzeuge zu fertigen. Bis 1919 wurden in den Fokker-Werken 3.400 Flugzeuge gebaut, Musterflugzeuge entworfen und etliche Piloten ausgebildet. Nach dem Krieg verlegte Fokker seine Produktion von Schwerin in die Niederlande und das Fabrikgelände wurde später von der Wehrmacht und nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Armee genutzt. „Die derzeitigen Besitzer des Geländes könnten sich durchaus vorstellen, die denkmalgeschützen Gebäude, wie den Tower, zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen”, sagt Ralf Klein vom Ortsbeirat Görries. Er wartet jetzt auf die Vorstellung der konkreten Pläne der Investoren.

maxpress/Steffen Holz

Der Tower des alten Flugplatzes in Görries
Der Tower des alten Flugplatzes in Görries, Foto: maxpress

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