Aktuelle-Ausgabe

Bienenvölker bilden Bewusstsein
(08.05.2019)

Krösnitzer unterstützen die fleißigen Insekten und fördern Artenvielfalt

Gartenstadt • „Was soll die Biene in der Stadt?“ Diese Frage stellen sich wohl viele, wenn sie davon hören, dass die summenden Völker auf den Dächern des Schlosses und des Stadthauses einziehen. Der Demeter-Imker Dr. Mirko Lunau begleitet diese zwei Projekte – und nun ein drittes. In der Mai-Sitzung des Ortsbeirats Gartenstadt, Ostorf stellte maxpress – Agentur für Kommunikation die Idee von einem Bienenparadies auf der Krösnitz vor und beantwortete gemeinsam mit Mirko Lunau die Fragen der Anwohner.



„Wir wollen die Ansiedlung von Bienenvölkern fördern – und das natürlich am liebsten hier auf der Krösnitz, vor unserer Haustür”, teilte Geschäftsführer Holger Herrmann den Besuchern mit. Anlässlich des Vorhabens tagte der Ortsbeirat diesmal im maxpress-Unternehmenssitz in der Stadionstraße. „Die Nähe zu den Völkern ist uns deshalb wichtig, weil wir das ganze Projekt nicht nur aktiv, sondern auch medial begleiten wollen. Es geht uns nicht darum ganz viel Honig zu ernten. Wir wollen das Bewusstsein für die Biene schärfen.” Über alle Kanäle des Unternehmens – vom hauspost-Magazin über den Online-Auftritt bis hin zu den Sozialen Medien – wird maxpress den Einzug und die Entwicklung der Bienen begleiten. Regelmäßig liefert die Redaktion spannende Fakten rund um Biene, Honig und Imker sowie einzigartige Einblicke in das Leben der Bienenvölker. So nehmen Dr. Mirko Lunau und das Unternehmen alle Anwohner, Bienenfreunde und Interessierte mit auf die spannende Reise und geben Tipps, was sie selbst für die Insekten tun können.

Warum aber sollen die Bienen gerade in der Stadt ein neues Zuhause finden? Macht das Sinn? „Auf jeden Fall!”, lautet die Antwort des Demeter-Imkers. Monokulturen und Pestizide machen das Bienenleben auf dem Land sehr eintönig und alles andere als gesund. In der Stadt blüht hingegen immer etwas. „Wenn wir jeden Tag Brötchen essen, bringt uns das nicht um, aber es ist auch nicht gesund. Bei der Biene ist es ähnlich. Auf dem Land erziehen wir Bienen, die mit einem angeschlagenen Immunsystem herumfliegen”, so Mirko Lunau. Das spiegelt sich auch im Honig wider. Sein Bienenvolk auf dem Schloss brachte im Vergleich zu einem Volk auf dem Land einen doppelt so hohen Ertrag mit einer Fülle an Pollenarten und nur einem Bruchteil der Pestizid-Rückstände ein. „Deshalb macht es Sinn die Biene in die Stadt zu holen. Nicht umsonst ist die höchste Bienendicht in ganz Deutschland in Berlin zu finden.”

Doch was ist mit den Wildbienen? Bekommt die wilde Verwandtschaft nicht starke Konkurrenz, wenn Honigbienenvölker in der Nachbarschaft einziehen? Auf diese Bedenken hat der Demeter-Imker eine klare Antwort. „Ich habe tatsächlich andere Erfahrungen gemacht. Dort wo Honigbienen angesiedelt werden, pflanzen die Menschen Blumen, die allen Insekten zugutekommen”, sagt er. Studien würden das ebenfalls unterstreichen. „Die Habitate der Wild- und der Honigbienen sind sehr unterschiedlich”, gibt Mirko Lunau zu bedenken. Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und fliegen nur in kleinem Umkreis. Honigbienen dagegen sammeln alle zur Verfügung stehenden Pollen. Dabei legen sie Strecken von mindestens 60 Metern und bis zu fünf Kilometern zurück – das Image vom fleißigen Bienchen kommt also nicht von ungefähr.


Wo und wie viele Völker auf der Krösnitz einziehen, das klären der Imker und maxpress in den kommenden Tagen mit den Grundstücksbesitzern.



Die hauspost ist live dabei und hält alle Bienenfreunde auf dem Laufenden.

Dr. Mirko Lunau (hinten) stellte bei maxpress das Projekt und seine Arbeit als Demeter-Imker vor
Dr. Mirko Lunau (hinten) stellte bei maxpress das Projekt und seine Arbeit als Demeter-Imker vor, Foto: maxpress

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