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Armaturen leisten gute Dienste
(01.03.2019)

Regelmäßige Wartung technischer Anlagen im Strömungsbereich trägt zur Versorgungssicherheit bei

Schwerin • Tausende technische Bauteile im Schweriner Trinkwassernetz tragen dazu bei, dass die Versorgungssicherheit auf einem hohen Niveau gewährleistet werden kann. Zu diesen Armaturen zählen Absperrschieber und -klappen, aber auch Ventile und Hydranten. Sie werden regelmäßig geprüft und gewartet.

Armaturen – bei diesem Begriff denken die meisten an klassische Wasserhähne, so wie sie in jedem Haushalt im Bad und in der Küche vorhanden sind. „Im mehr als 360 Kilometer langen Rohrnetz für die Schweriner Trinkwasserversorgung finden sich ebenfalls Armaturen. Allerdings keine Wasserhähne, sondern eine Vielzahl an technischen Bauteilen, mit denen die Strömung in den Anlagen gesteuert werden kann“, erklärt Volkhardt Zillmann, Gruppenleiter Trinkwasserversorgung bei der WAG Schwerin. Rund 3.400 Absperrschieber, 50 Absperrklappen, 13.400 Hausanschlussventile, 27 Ventile zu Be- und Entlüftung sowie 2.700 Hydranten werden in einem zweijährigen Wartungszyklus auf ihre volle Funktionsfähigkeit und vor allem ihre Dichtheit überprüft. „Das ist sehr wichtig für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Tritt doch einmal ein Schadensfall ein, beispielsweise ein Rohrbruch, dann ermöglichen die Armaturen, den für die Reparaturmaßnahmen notwendigen Arbeitsbereich erheblich einzugrenzen. Wir sind dank dieser technischen Anlagen dazu in der Lage, das riesige Versorgungsnetz in viele kleine Abschnitte zu unterteilen.“ Absperr-Armaturen befinden sich in der Regel in Kreuzungsbereichen und an abzweigenden Leitungen. Werden sie geschlossen, dann sind deutlich weniger Kunden in der Trinkwasserversorgung eingeschränkt. Gleichzeitig werden mögliche Wasserverluste stark reduziert. 
Ab einem Rohrdurchmesser von 30 Zentimetern kommen grundsätzlich Absperrklappen zum Einsatz, so Volkhardt Zillmann. Sie lassen sich leichter bewegen. Anders als bei Absperrschiebern, die aufgrund des Wasserdrucks schwerer zu öffnen sind.

Guido Brügmann und Benjamin Walter (r.) prüfen mit verschiedenen technischen Hilfsmitteln an einem Hydranten, ob es Hinweise auf Strömungsgeräusche gibt
Guido Brügmann und Benjamin Walter (r.) prüfen mit verschiedenen technischen Hilfsmitteln an einem Hydranten, ob es Hinweise auf Strömungsgeräusche gibt, Foto: maxpress/ba

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