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Schauspiel: Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande

Wo: – Altstadt/Zentrum –, Mecklenburgisches Staatstheater
Wann: 22.02.2020, Uhr

Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin
Foto: Silke Winkler

Bühne: E-Werk

„Junkerland in Bauernhand“ lautet die Devise in einem mecklenburgischen Dorf nach dem Krieg. Im Zuge der Bodenreform werden die Großgrundbesitzer enteignet und das Land wird an Landarbeiter, Kleinbauern und Umsiedler verteilt. Fünf Hektar für jeden; zu wenig um davon zu leben. So steht schon bald die Kollektivierung in LPGs vor der Tür. Auf Grundlage einer Erzählung von Anna Seghers zeigt Heiner Müller mit viel Witz die Widersprüche der jüngeren ostdeutschen Geschichte auf – zwischen Idealismus und Opportunismus, Fortschritt und Mangelwirtschaft, Idee und Wirklichkeit.

Seine Sicht auf das Landleben im Sozialismus brachte Müller im Jahr des Mauerbaus 1961 den Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR ein: Das Stück wurde nach einer ersten Testaufführung mit Studierenden der Hochschule für Ökonomie Karlshorst in Berlin  als „staatsfeindlich“ verboten und sorgte für einen der größten Theaterskandale der DDR. Erst 1976 konnte DIE UMSIEDLERIN ODER DAS LEBEN AUF DEM LANDE unter dem geänderten Titel DIE BAUERN an der Volksbühne in Berlin ein zweites Mal „uraufgeführt“ werden.

„DIE UMSIEDLERIN ist mein liebstes Stück“ erklärt Heiner Müller in seiner Autobiografie und, beruhend auf eignen Beobachtungen des mecklenburgischen Landlebens nach dem zweiten Weltkrieg, ist es auch eins seiner persönlichsten Werke.

Milan Peschel, der bekannte Theater- und Filmschauspieler, der seit 2006 auch als Regisseur von sich reden macht, inszeniert erstmals in Schwerin.

Theaterkasse:
(0385) 5300–123
kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 10-18 Uhr
Samstag: 16-18.30 Uhr

Abendkasse
jeweils 1 Stunde vor Beginn Abendkasse im Großen Haus:
(0385) 5300–123

Abendkasse im E-Werk:
(0385) 5300-400

Wo: – Altstadt/Zentrum –, Mecklenburgisches Staatstheater
Wann: 22.02.2020, Uhr

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