Das Schweriner Schloss und seine Hausherrin
(26.11.2019)

Landtagspräsidentin Birgit Hesse weiß die Einzigartigkeit ihres Arbeitsplatzes zu schätzen

hauspost-Schlossgeschichte 12/19

Schwerin • Für Birgit Hesse ist das Schweriner Schloss ein Gesamtkunstwerk. Und unbedingt in der Ganzheit des Areals am Alten Garten zu sehen. Das Mecklenburgische Staatstheater, die Staatskanzlei und der Sitz der Verwaltung, die Siegessäule und das Museum. Nicht zu vergessen das Modell der Schweriner Altstadt, dass für die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes wirbt. All das sieht die Landtagspräsidentin aus den Fenstern ihres Büros im Schloss. Hier wo einst die Mecklenburgischen Herzöge regierten, wo die adligen Bande bis Preußen reichten und wo selbst der dänische Elefantenorden versteckt in der Architektur zu finden ist. „Dieses Schloss ist etwas ganz Besonderes”, so die Präsidentin. Das habe schon Bundespräsident Richard von Weizsäcker gewusst und dafür wolle sie in ihrem Amt werben.
Und dafür, dass das Parlament den Willen des Volkes ausdrückt und fundamentaler Bestandteil der Demokratie ist.
Die Frage des Weltkulturerbes sei noch lange nicht entschieden. Denn Schwerin stehe in unmittelbarer Konkurrenz mit dem bayrischen Schloss Neuschwanstein.
„Aber allein diese Tatsache macht schon deutlich, wie historisch bedeutungsvoll das Schweriner Schloss ist”, so Birgit Hesse.
Wenn die Hausherrin vom Schloss erzählt gerät sie ins Schwärmen. Der Weg vom Keller bis in die Kuppel, der von Experten hoch gelobte und ausgezeichnete neue Plenarsaal, das Rapunzelzimmer und der Blick in den wunderbaren Park – all das ist einmalig.
„Gerade hat der Bauausschuss des Landtages den Weg frei gemacht für die Neugestaltung des alten Planarsaales zu einem modernen Konferenzbereich”, verkündet die Präsidentin stolz.  Baubeginn sei im kommenden Jahr und eine beschlossene Sache sei auch, dass im Medallion-Saal im Bereich der Orangerie ein Restaurant mit ganzjährigem Betrieb eingerichtet wird. Hier wird der Gast beim Speisen auf Terrakotten aus dem 16. Jahrhundert schauen.
Überhaupt möchte die Landtagspräsidentin noch mehr Menschen in das Schloss bringen. Sie alle sollen nicht nur das Museum besichtigen und die vielen Kunstschätze bestaunen, sondern sie alle sollen den Ort der praktizierten Demokratie erleben.
„Die Rolle des Landtages und seiner Abgeordneten nach außen zu tragen, das ist mir eine Herzensangelegenheit”, so Birgit Hesse.
Und natürlich spüre sie fast täglich, dass der Sitz des Landtages, das Schweriner Schloss, auch ein Ort ist, an dem Geschichte geschrieben wurde und zuweilen auch noch wird.
Dass das Land Mecklenburg- Vorpommern eine Präsidentin im Amt hat und dass das Hause Mecklenburg aktuell von einer Herzogin geführt wird, zeige doch wie fortschrittlich man hier ist. MV tut doch gut!

Text und Fotos: Norbert Bosse

Was tut sich hinter den Gemäuern und wo lässt sich noch heute Interessantes aus vergangenen Zeiten entdecken? Wie gut kennen wir „unser Schloss“? Im Gewinnspieljahr 2019 gibt die hauspost Antworten auf diese Fragen.
Zu gewinnen gibt es dieses Mal ein Exemplar des limitierten Buchbandes „Das Schloss zu Schwerin” und 1x2 Tickets für die Show von Ilka Bessin am 19. Januar in der Sport- und Kongresshalle Schwerin.

Die Gewinnspielfrage lautete: Was soll im Medallion-Saal der Orangerie eingerichtet werden?

Lösung: Ein Restaurant

Dieses Gewinnspiel ist leider beendet.


Gewonnen haben H.P. Ernst und C. Schimitschek.

Herzlichen Glückwunsch!

Zurück