Aktuelle-Ausgabe

UB-Fraktion gegen Fahrverboten auf Schweriner See
(09.03.2017)

Land sollte Verordnung zu Naturschutzgebieten ändern

Auf Initiative der Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER hat die Stadtvertretung bereits Mitte letzten Jahres beschlossen, sich für die Aufhebung der Befahrensverbote für Teile des Naturschutzgebietes „Kaninchenwerder und Großer Stein“ einzusetzen und die Stadtverwaltung aufgefordert, mit dem Land zügig Lösungen zu erarbeiten. Die UB-Fraktion stellte nunmehr fest, dass kurz vor Saisonbeginn alles beim alten ist. Zwar hätten Gespräche zwischen dem Bundesumweltministerium und dem zuständigen Bundesverkehrsministerium zur Problematik der Befahrensregelung stattgefunden, es sei jedoch nicht ersichtlich, dass es bis zum Beginn der Wassersportsaison 2017 zu einer Aufhebung der Befahrensverbote kommen wird.

„Es ist wertvolle Zeit verstrichen – die neue Saison steht vor der Tür und außer Gesprächen ist bislang nichts passiert. Insoweit muss die Stadtverwaltung sofort dahingehend aktiv werden, dass das Land davon überzeugt wird, eine Änderung der Naturschutzgebiets-Grenzen in der entsprechenden Landes-Verordnung umsetzen. Auch diese Option war bereits Bestandteil des letztjährigen Stadtvertreterbeschlusses. Nach unserem Kenntnisstand ist eine entsprechende Änderung durch das zuständige Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V auch bereits geprüft und mit Blick auch auf Naturschutzbelange als umsetzbar eingestuft worden.

Der Vorteil an dieser Lösung wäre, dass man nicht mehr von einem Entgegenkommen des Bundes abhängig wäre, sondern selbst Fakten schaffen kann. Es muss möglich sein, dass Wassersportler und Bootsführer im Jahr 2017 die Liegeplätze und die Durchfahrt zwischen den Inseln - wie schon seit vielen Jahrzehnten im Einklang mit dem Umwelt- und Naturschutz - wieder nutzen können“, so Fraktionsvorsitzender Silvio Horn. Insbesondere mit Blick auf die zeitnahe Betonnung der Gewässer fordert die Fraktion eine schnelle Lösungsfindung. „Das Befahrensverbot muss schnellstens weg“, so Horn abschließend.

Foto: maxpress

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