Aktuelle-Ausgabe

Lange selbstständig wohnen
(02.02.2018)

WGS setzt verstärkt auf Reduzierung von Barrieren

Weststadt • Der demografische Wandel bringt für Wohnungsgesellschaften einige Hürden mit sich. Die WGS stellt sich diesen Herausforderungen mit viel Engagement und unterstützt an vielen Stellen ihre Mieter, die so lange wie möglich selbstständig wohnen möchten.

Der Fünfgeschosser in der Neubrandenburger Straße 1, 3, 5 und 7 ist nur eines der Objekte, die die WGS in den vergangenen Jahren mit Augenmerk auf die Bedürfnisse älterer Mieter saniert hat. Eines der ersten Modernisierungsprojekte, bei denen großer Wert auf barrierearmes Wohnen gelegt wurde, war das Hochhaus in der Werner-Seelenbinder-Straße. Hier wurden im Rahmen der Sanierung verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um den Mietern, die beispielsweise auf Gehhilfen angewiesen oder generell nicht mehr so gut zu Fuß sind, das Leben zu vereinfachen.
Davon hat Renate Steinmüller profitiert, die kurz vor dem Abschluss der Arbeiten vor fünf Jahren ins Hochhaus einzog. „Ich hatte 2012 zwei Schlaganfälle direkt nacheinander. Seitdem bin ich linksseitig gelähmt”, berichtet die 78-Jährige. Nach diesem schweren Schicksalsschlag war die Suche nach der geeigneten Wohnung – barrierereduziert und auf die speziellen Bedürfnisse der Rollstuhlfahrerin angepasst – nicht einfach. Bei der WGS wurde Renate Steinmüller schließlich fündig und die Mitarbeiter unterstützten die Rentnerin dabei, ihre Wohnung optimal anzupassen. Nun kann sie sich mit ihrem Rollstuhl frei in der Wohnung bewegen, hat eine ebenerdige Dusche und kann für Ausflüge problemlos auf einen zweiten Rollstuhl umsteigen. „Ganz toll finde ich den Raum für Rollstühle und Rollatoren”, erzählt sie. Dort können die Gehhilfen nicht nur abgestellt, sondern an Steckdosen aufgeladen werden. „Dann habe ich den Schmutz von draußen nicht in der Wohnung”, freut sie sich.
Vom Rollatorraum aus können die Mieter per Fahrstuhl barrierefrei in jede Etage gelangen. Eine Rollstuhlrampe führt aus dem Kellergeschoss nach draußen. „Mein größter Wunsch ist es, so lange wie möglich hier bleiben zu können”, sagt die Mieterin. 

Nele Reiber

Über eine Rampe und einen Fahrstuhl gelangt Renate Steinmüller mit ihrem Rollstuhl problemlos ohne fremde Hilfe in ihre Wohnung oder nach draußenFoto: maxpress
Über eine Rampe und einen Fahrstuhl gelangt Renate Steinmüller mit ihrem Rollstuhl problemlos ohne fremde Hilfe in ihre Wohnung oder nach draußenFoto: maxpress

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