Aktuelle-Ausgabe

Kunst erobert das Hochhaus
(29.09.2017)

Freie Wandflächen werden künstlerisch gestaltet

Lankow • Das sanierte Hochhaus in der Rahlstedter Straße der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) wird noch ein bisschen bunter. Der Künstler Michael Frahm aus Basthorst hat in den vergangenen Wochen begonnen, Bilder für die freien Wandflächen im Bereich des Fahrstuhlanbaus auf jeder Etage zu gestalten. Mit seiner kreativen Bewerbung für die künstlerische Gestaltung überzeugte er die WGS. Das Ziel: Unverwechselbare Bilder, die sich in die Farbgestaltung der einzelnen Etagen eingliedern.

„Wir haben uns im Gremium von Mitarbeitern und Architekten lange mit den verschiedenen Vorschlägen auseinandergesetzt. Der Entwurf von Michael Frahm hat uns schließlich überzeugt. Die geplanten Kunstwerke werden ein weiteres Highlight in den modernen Fluren”, erklärt WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig. Für jede Etage will der Künstler eine Foto-Leinwand aus Aluminium entwerfen. Das darauf gedruckte Bild verfremdet Michael Frahm, indem er mit groben und feinen Werkzeugen Strukturen in die Oberfläche kratzt und so das Metall durchschimmern lässt. „So ist das Bild zwar noch zu erkennen, aber man muss dafür kurz stehenbleiben und nachdenken”, so der Künstler.
Pro Monat werden ungefähr zwei unverwechselbare Bilder entstehen, die sich in das architektonische Farbkonzept auf den Fluren einpassen. Um während der sechsmonatigen Arbeit das richtige Gefühl für das Wohnhaus und die Mieter zu bekommen, hat Michael Frahm sein Atelier in einer Wohnung im Hochhaus eingerichtet. „Es sollen Kunstwerke werden, die durch die Mieter, das Umfeld und den Stadtteil beeinflusst sind”, erklärt Michael Frahm. Dafür will er mit den Anwohnern ins Gespräch kommen. „Ich bin sehr gespannt, welche Vorschläge und Anregungen mir die Bewohner hier mitgeben”, sagt er.
Den ersten Kontakt mit seinen Nachbarn in der Rahlstedter Straße 1/2 hatte der Künstler am 24. August. An diesem Tag bekamen alle Mieter die Möglichkeit, Michael Frahm bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, ihm Fragen zu stellen und ihn zu inspirieren. In den kommenden Wochen und Monaten hat der Bast­horster weiterhin ein offenes Ohr für die Bewohner, denn am Ende sind sie es, denen die Wandgestaltung gefallen und täglich Freude schenken soll.

Nele Reiber

Zurück