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Darmkrebsfrüherkennung rettet Leben
(03.11.2017)

Versicherte in MV können früher zur Vorsorgeuntersuchung

Schwerin • Darmkrebsfrüherkennung rettet Leben, denn frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Die AOK Nordost senkt für ihre Versicherten das anspruchsberechtigte Alter für die Darmspiegelung bei Männern auf 40 Jahre und bei Frauen auf 45 Jahre. Die Gesundheitskasse und die Kassenärztliche Vereinigung M-V (KVMV) haben dazu einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

Darmkrebs ist gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird. Seit Einführung der Darmkrebsvorsorge im Jahr 2002 ist die Zahl der Neuerkrankungen stark zurückgegangen. „Darmkrebsfrüherkennung geht jeden etwas an“, unterstreicht deshalb Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost. „Wir wollen als Gesundheitskasse die Akzeptanz für die Darmkrebsvorsorge aber noch weiter stärken.“ Bisher nimmt im Schnitt nur jeder achte bei der AOK Nordost versicherte anspruchsberechtigte Mann und sogar nur jede zehnte Frau an einer Koloskopie teil. Dabei macht es die rechtzeitige Inanspruchnahme einer Darmspiegelung sogar möglich, dass der Krebs gar nicht erst entsteht. Denn bei dieser Früherkennungsuntersuchung können gutartige Wucherungen im Darm erkannt und gleich entfernt werden, bevor sie sich zu einem bösartigen Tumor entwickeln können. Was viele nicht wissen: Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, nimmt ab dem 40. bis 45. Lebensjahr mit steigendem Alter zu. Übergewicht und Bewegungsmangel sind weitere allgemeine Risikofaktoren. Bundesweit erkranken im Jahr durchschnittlich 63.000 Menschen an Darmkrebs, und 26.000 sterben daran. Allein in M-V werden jedes Jahr knapp 4.500 AOK-versicherte Patienten mit der Diagnose Darmkrebs behandelt. Gesetzlich geregelt ist bisher, dass Männer und Frauen ab dem 50. Lebensjahr einen Test auf Blut im Stuhl und ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung vornehmen lassen können.
Wer familiär vorbelastet ist oder unter akuten Beschwerden leidet, wird selbstverständlich unabhängig vom Alter weiterhin untersucht. Weitere Informationen sind unter www.aok.de/nordost/leistungen zu finden.

Im vertrauensvollen Gespräch mit dem behandelnden Arzt werden Patienten über die Vorsorgeuntersuchung zur Darmkrebsfrüherkennung aufgeklärt

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