Aktuelle-Ausgabe

Besuchsdienst mit viel Herz
(02.02.2018)

Stadtwerke Schwerin unterstützen Schweriner Verein

Schwerin • Hilfebedürftigen bei ihren alltäglichen Aufgaben unter die Arme greifen und manchmal einfach nur da sein und zuhören – der Ambulante Besuchsdienst e. V. leistet in Schwerin wichtige Arbeit. Das finden auch die Stadtwerke Schwerin und unterstützen den Verein mit einer Spende aus den Erlösen ihres Adventskonzertes.

Männer und Frauen aus verschiedenen Altersgruppen haben es sich in ihrer Freizeit zur Aufgabe gemacht, pflegebedürftige Menschen in Schwerin zu besuchen, sie verständnisvoll zu unterstützen und aktiv auch außerhalb ihres Zuhauses zu begleiten. Damit will der Ambulante Besuchsdienst ganz im Geiste der Gründerin des Anna-Hospitals Schwerin, Ida Masius, für eine bessere Lebensqualität der Hilfesuchenden sorgen.
„Das können die Mitarbeiter des Pflegedienstes nur begrenzt leisten und sind ebenso dankbar für jede Unterstützung durch das Ehrenamt wie die Besuchten selbst”, so die Vorstandsvorsitzende Schwester Renate Grafe. Auf welche Art die Mitarbeitenden die Hilfesuchenden unterstützen, richtet sich ganz nach den persönlichen Bedürfnissen. Wenn es gewünscht ist, sind die Ehrenamtlichen einfach nur da, hören zu, lesen vor, nehmen gemeinsam mit dem Hilfesuchenden eine Mahlzeit ein oder bringen Ideen zur Freizeitgestaltung mit, wie Rätseln oder kreatives Gestalten. Die Ehrenamtliche Eva Lange besucht ihren Schützling Margot Tschulik meist einmal die Woche. „Wir trinken erst Kaffee und dann spielen wir etwas. Oft ‚Mensch ärgere dich nicht‘ oder ‚Rummykup‘. So verbringen wir schon mal ein paar Stunden miteinander und lachen viel”, berichtet die ehemalige Montessori-Pädagogin.
Da für die Lebensqualität der Patienten häufig auch die soziale Teilhabe eine große Rolle spielt, begleiten die Mitarbeitenden des Besuchsdienstes ihre Schützlinge gerne auch bei Konzertbesuchen oder auf dem Weg zum Kaffeekränzchen bei Freunden. Doch nicht nur um die Pflegebedürftigen selbst wird sich im Rahmen des Besuchsdienstes gekümmert. Weiterführend bieten die Mitarbeitenden auch familienunterstützende Hilfen an, wie beispielsweise eine Kinderbetreuung oder die Entlastung der Angehörigen sowie Familienausflüge.
Der Ambulante Besuchsdienst erbringt die Hilfen für Patienten, die durch den ambulanten Pflegedienst der Diakonie-Sozialstation im Anna-Hospital betreut werden, greift dabei aber nicht in die Aufgaben ihrer Mitarbeiter ein. „Die Initiativen des Besuchsdienstes sind eine wichtige Ergänzung der Arbeit der professionellen Fachkräfte und fördern die Lebensfreude der Menschen”, erklärt Schwester Renate Grafe. Die Mitarbeitenden begleiten ihre Schützlinge meist in jahrelanger Beziehung, sodass ein enges Vertrauensverhältnis entsteht. Oft sind die Ehrenamtlichen dann bis zum Tod an der Seite der Patienten.
„Dieses Engagement ist unterstützenswert”, so Gilda Goldammer von der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke, „und daher lassen wir die Einnahmen des letztjährigen Adventskonzertes dem Ambulanten Besuchsdienst zugute kommen.” Rund 900 Euro kamen bei dem Konzertnachmittag im Foyer der Stadtwerke zusammen. „Der Bedarf an solchem ehrenamtlichen Engagement ist sehr groß. Deshalb freuen wir uns, wenn dieser Beitrag Menschen neugierig macht, sich zu engagieren. Melden Sie sich telefonisch unter der (0385) 56 59 69.” 

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Wenn Eva Lange (65) Margot Tschulik (74) zu Hause besucht, bringt sie verschiedene Spiele, zum Beispiel „Rummykup”, mit. Das fördert das logische Denken sowie motorische Fähigkeiten und macht vor allem gemeinsam viel SpaßFoto:maxpress
Wenn Eva Lange (65) ihren Schützling Margot Tschulik (74) zu Hause besucht, bringt sie verschiedene Spiele, zum Beispiel „Rummykup”, mit. Das fördert das logische Denken sowie motorische Fähigkeiten und macht vor allem gemeinsam viel SpaßFoto:maxpress

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