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Berg- und Talfahrt nach Moskau
(09.10.2017)

Mecklenburger lernen auf großer Wolgatour Länder und Leute k

Ein mehr als 50 Jahre alter Wolga GAZ 21 sorgt sogar in seiner Heimat für Aufsehen. Die achtköpfige Reisegruppe aus MV, die sich am Sonntag mit dem russischen Oldtimer auf den Weg von Schwerin nach Moskau machte, traf auf ihrem Weg viele Neugierige, die unbedingt einen Blick unter die Haube des blauen Russen werfen wollten. Mit diesen und ähnlichen Begegnungen erfüllte die 100-stündige Reise ihren Zweck: einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten und ein friedliches Miteinander in Europa zu leben. Kurz vor dem Ziel, drohte die Reise jedoch zu scheitern.

Am 1. Oktober fiel auf dem Alten Garten in Schwerin der Startschuss für die spannende Reise. Mit drei Begleitfahrzeugen machte sich der Wolga auf den Weg zum Kreml. Mit dabei waren 
Antenne MV-Reporter Steffen Holz (Foto), der russisch-stämmige Unternehmer Magamed Ibragimov, die Gadebuscher Unternehmer Holger Hempel und Ulf Leppin, Fotograf Holger Martens, Techniker Günther Elbning sowie die Schweriner Unternehmer und Russland-Enthusiasten Frank Porsch und Stefan Berger. Im Gepäck hatten die Gefährten 100 leckere Produkte aus ihrem Bundesland zum Tauschen gegen russische Waren. „An den Straßen gibt es hier kleine Stände, wo die Leute Pilze, Himbeeren, Eingewecktes und vieles mehr verkaufen. Da haben wir schon viele tolle Tauschgeschäfte gemacht”, erzählt Holger Hempel. Überall seien sie herzlich empfangen und umarmt worden. „Viele Menschen hier kennen noch die DDR”, so der Wolgabesitzer. Für das Auto würden sich aber vor allem die jungen Leute interessieren. „Solche Wolgas gibt es hier kaum noch”, erklärt Holger Hempel.
Viele tolle Erlebnisse begleiteten die Reisegruppe bis nach Russland. Auch der Wolga zeigte sich von seiner besten Seite und blieb die gesamte Strecke von 2.000 Kilometer pannenfrei. Dennoch drohte die Mission an der russischen Grenze, kurz vor dem Ziel, zu scheitern.

Trotz gut vorbereiteter Papiere, verbrachte die achtköpfige Mannschaft fast einen ganzen Tag an der Grenze und ließ zahlreiche Kontrollen über sich ergehen, füllte Formulare aus und räumte die Autos aus und wieder ein. Dann endlich, am Nachmittag des vierten Tages, durfte der Wolga die russische Grenze überfahren und die letzte Etappe der Reise antreten. Bis 6 Uhr morgens fuhren die wackeren Gefährten durch die Nacht, um beinahe püntklich in Moskau auf dem roten Platz anzukommen. Die 100 Stunden waren angesichts des unfreiwilligen Grenzstops zwar überschritten, die Freude über die Ankunft aber umso größer. „Es war eine tolle Reise mit wunderschönen Erlebnissen und spannenden Begegnungen”, fasste Holger Hempel die vergangenen Tage auf dem roten Platz zusammen. Am Freitag beginnt dann für die Reisegruppe schon wieder der Heimweg.

Was der Wolga und die acht Mecklenburger unterwegs noch alles erlebten, erfahren Neugierige auf der Facebook-Seite von Antenne MV unter www.facebook.com/AntenneMV und unter 
www.AntenneMV.de.

In etwa 100 Stunden haben es die Mecklenburger mit dem Wolga von Schwerin bis nach Moskau geschafft
In etwa 100 Stunden haben es die Mecklenburger mit dem Wolga von Schwerin bis nach Moskau geschafft. Foto: Antenne MV

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