Aktuelle Ausgabe: Hauspost 2012 Nr. 171
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Liebe Leserinnen und Leser,
„Klimaschutz? Energiewende? Ich kann es wirklich nicht mehr hören!“ So reagieren viele, dabei ist das Thema für Schwerin und Umgebung brandaktuell. Laut Wirtschaftswoche wird die Entwicklung alternativer Energien in kaum einem anderen Bundesland so stark vorangetrieben wie bei uns in MV. Kein anderes Land hat außerdem eine so hohe Arbeitslosenquote, die Hoffnung auf Jobs im Bereich erneuerbarer Energien ist groß. Lübesse sieht in Fotovoltaik die Lösung, die Gemeindeschulden abzubauen. Eine gute Idee. Hoffentlich funktioniert sie. Bei unserer Recherche haben wir auch festgestellt: Das Thema Energiewende ist ein sensibles - vor allem hinsichtlich Biogas- und Windkraftanlagen. Lärmbelästigung, übler Geruch und nicht zuletzt die negativen Folgen durch den Anbau von Monokulturen führen vielerorts zu Protest. Ein gutes Zeichen, wenn nicht alle gelangweilt sind und sich Gedanken machen, oder? Fazit der jüngsten Tagung zu Bioenergiedörfern war: Die Energiewende wird nur durch breite Beteiligung und Unterstützung der Bürger zu machen sein. Bei allem berechtigten „Widerstand“ finde ich aber auch: Wer keine radioaktiven Brennstäbe vor seiner Haustür haben und das Klima schützen möchte, muss umdenken. Und eines ist klar: Die Preise für Erdöl und Erdgas werden weiter steigen.
Ihre Marthe Westphal
Artikel vom 19.04.2012
Lübesses Bürgermeister Dr. Reinhold Kunze zeigt auf den ersten Solarpark seiner Gemeinde. Auf der Fläche davor werden weitere Fotovoltaik- anlagen gebaut, mit denen die Gemeinde dann insgesamt fünf Megawatt ins Stromnetz einspeisen kann Foto: maxpress/mw
Schwerin • Die Gemeinde Lübesse hat Schulden. Und einen Plan, wie sie die abbauen will. „Wir nehmen die Stromproduktion selbst in die Hand. Wir sind die erste Gemeinde im Land, die einen Solarpark in dieser Größe auf die Beine stellt“, sagt Bürgermeister Dr. Reinhold Kunze. Der Sonnenstrom aus der ersten Fotovoltaikanlage fließt schon, der zweite Teil des Solarparks soll in Kürze folgen. Damit nicht genug: Es sind auch noch andere alternative Energiequellen angedacht.
Artikel vom 19.04.2012
Birger Ohm bestätigt: Nur ein Luftzug ist an der Wärmepumpe zu spürenFoto: ba
Friedrichsthal • Ein gemütlich warmes Haus sowie wohltemperiertes Wasser zum Duschen und Baden - bei Familie Ohm im Schweriner Stadtteil Friedrichsthal sorgt dafür eine Wärmepumpe. Für deren Betrieb ist elektrischer Strom notwendig. Vor allem aber eines: Luft.
Artikel vom 19.04.2012
Schwerin • Gespannt warten Friedemann, Hanna, Kaya und Alexander (Foto) darauf, dass sich der Solarrotor ihres Holzhubschraubers dreht. Sie wissen: Das geht nur, wenn die Sonne darauf scheint oder sie eine „künstliche Sonne“ darüber halten. So spielend einfach kann Solartechnik sein!
Artikel vom 19.04.2012
Schwerin • Neue Technologien ermöglichen in immer größerem Maß den Einsatz regenerativer En­er­gien - auch für umweltbewusste Bürger. Die Energiewende sorgt für neue, aber auch kritische Blicke auf die Nutzung von Sonne, Wind und Co.
Artikel vom 19.04.2012
Schwerin • Energiesparen liegt im Trend. Aber welche Lösung ist die beste? Energieberater Michael Kurzmann von der Neuen Verbraucherzentrale Schwerin berät Ratsuchende jeden Dienstag im Stadthaus.
Artikel vom 19.04.2012
Eine der größten Ressourcen ist unsere Sonne. Sie wird schätzungsweise noch fünf Milliarden Jahre Energie produzieren. Nutzbar ist diese für die Solarthermie. Dabei wird in speziellen Kollektoren Flüssigkeit erwärmt, zur Speicherung geleitet und für die Heizung sowie Warmwasserbereitung eingesetzt. Bei Fotovoltaik-Anlagen wird die Kraft der Sonne in elektrische Energie umgewandelt - und zwar in speziellen Paneelen mit zahlreichen Siliziumzellen. Wärmepumpen entziehen ganzjährig der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser gespeicherte Sonnenwärme, die über einen Pumpenkreislauf für warme Heizungen und heißes Wasser sorgt. Zur Herstellung von Biogas werden Stoffe pflanzlichen beziehungsweise tierischen Ursprungs vergoren. Das entstehende Gas kann zur Stromerzeugung, zum Betrieb von Fahrzeugen und für die Gasversorgung genutzt werden.
Artikel vom 19.04.2012
Liebe Leserinnen und Leser,
waren die Vorfahren unseres neuen Bundespräsidenten gar Gauckler? Oder die Ahnen unserer Kanzlerin besonders kluge Blitzmerkler? Warum heiße ich mit Nachnamen Herrmann? Hat da vielleicht vor Tausenden von Jahren immer einer im Dorf „Komm mal her man“ gerufen und nun habe ich diesen Ruf als Namen weg? Haben Menschen mit dem Nachnamen Kasten mehr als ich auf dem Kasten oder muss ich den in eine ganz andere Schublade stecken? Die hauspost-Redaktion hat Namensforscher getroffen, Verzeichnisse gewälzt und bedeutungsvolle Herkünfte ermittelt. Dabei kamen wir oft aus dem Lachen nicht mehr heraus. Ein Fleischer namens Hühnermörder war genauso in der Region zu finden wie ein Hempel, der Ordnung unterm Sofa hatte. Zum Kuckuck nochmal: Namen und Redewendungen sind heute oft von ganz anderer Herkunft als gedacht. Ebenso passen die Wortbedeutungen nicht mehr so ganz zu den Namensträgern in der heutigen Zeit. So findet man hier die Fischer eher im Finanzwesen. Die Schneider im Handballsport oder den Böttger in der Politik. Der Müller vermietet Wohnungen und Schulz schreibt Artikel für Zeitungen. Irgendwann scheint die Namensgebung durcheinander geraten zu sein und so kommen auch mal ganz lustige „Begegnungen“ dabei heraus. Eine Clair Grube oder ein Axel Höhle haben wir in unserer Region allerdings nicht gefunden.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Holger „Komm mal her man“
Artikel vom 28.03.2012
Rainer Blumenthal vom Stadtarchiv	Foto: maxpress/jk
Schwerin • Vor circa 900 Jahren kamen die meisten Menschen mit nur einem Namen wie zum Beispiel Maria oder Heinrich aus. Nachnamen waren etwas für den Adel oder geistliche Würdenträger. Mit den wachsenden Städten und der zunehmenden Bürokratisierung wurde es aber immer schwieriger, die Menschen auseinanderzuhalten.
Artikel vom 28.03.2012
Schwerin • Im Stadtarchiv kann man nicht nur seine Namensgeber ausfindig machen, einige der Aufzeichnungen geben auch Rätsel auf oder eröffnen die sonderbarsten Dinge.
Den ungewöhnlichsten Namen in der Schweriner Geschichte fanden die Archivare in einem Dokument über die Stadtmauer. Blasius Schnapuppe arbeitete hier für kurze Zeit. Der Name taucht nur ein einziges Mal in Schwerin auf und verschwindet dann wieder. Die Aufzeichnungen geben leider keine weiteren Auskünfte, was aus Blasius Schnapuppe geworden ist.     nh
Artikel vom 28.03.2012
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