Journalistin trifft FSJlerin
Für einen Tag begleitet
Artikel vom 20.01.2011 / Sozius
Schwerin • Dienstbeginn um 6.45 Uhr morgens. Anja Schmidt ist aufgeregt. Die 17-Jährige leistet seit dem 1. September ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Kurzzeitpflege des Augustenstifts.
Doch heute erwartet die junge Frau etwas ganz Besonderes: Die Journalistin Susanne Hassen hat sich angekündigt. Einen Arbeitstag lang möchte sie der „FSJlerin“ über die Schulter schauen, um darüber einen Artikel für das bundesweit erscheinende Magazin „Diakonie konkret“ zu schreiben.
„Es ist schon irgendwie komisch, den ganzen Tag bei der Arbeit fotografiert zu werden; aber ich find’s gut,“ lacht Anja Schmidt. Los geht’s mit der Dienstübergabe. Inzwischen kennt die 17-Jährige alle Aspekte von leichten pflegerischen Tätigkeiten über Betreuungsaufgaben bis hin zum Küchendienst. Susanne Hassen folgt ihr mit dem Fotoapparat auf Schritt und Tritt. „Es ist schön zu beobachten, wie entspannt und freundlich Anja mit den Gästen der Kurzzeitpflege umgeht“, lobt die Journalistin. Anfangs überrascht, zeigen sich die Gäste in den Zimmern von der Aktion schnell begeistert. So wie Gerd Luger, der den beiden nebenbei noch erklärt, wie mit Spielkarten Patiencen gelegt werden.
„Mich hat meine Schwester auf das FSJ gebracht“, erzählt Anja Schmidt. Diese habe selbst ein Jahr als FSJlerin in einer Behindertenschule absolviert. Anjas Berufswunsch hingegen ist Gesundheits- und Krankenpflegerin oder Altenpflegerin. Und genau dabei will das Freiwillige Soziale Jahr helfen: Der Einsatz in einer Sozialeinrichtung wie dem Augustenstift ermöglicht Einblicke in den Arbeitsalltag und leistet so Orientierungshilfe bei der künftigen Berufswahl. Mehr Infos zum FSJ finden sich im Internet auf www.diakonie-mv.de unter der Rubrik Angebote. Der Artikel von Susanne Hassen wird im April in „Diakonie konkret“ erscheinen. Das rund 70 Seiten starke Heft hat den Themenschwerpunkt „Freiwilliges Engagement“. Michael Siano