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Handballerin Anna Linke wird nach einem Meniskusriss in der Physiotherapie am Grünen Tal behandelt

Auf bestem Weg zurück ins Team

Großer Dreesch • Eine kurze, unbedachte Bewegung mit schwerwiegenden Folgen: An diesen Trainingstag, den 25. Februar 2010, kann sich Handballerin Anna Linke noch genau erinnern. Eine Verletzung, die sie damals erlitt, brachte das Saisonende für die 18-jährige. Jetzt arbeitet sie an der Rückkehr in die A-Jugend des Grün-Weiß Schwerin.
 
 
Anna Linke spielt im mittleren Rückraum, bei einem Trainingsspiel passierte es. „Meine Mannschaft war gerade im Angriff“, erzählt sie, „dann musste ich plötzlich abbremsen. Und dabei bin ich irgendwie zur Seite umgeknickt.“ Der Schmerz war zwar sofort da, aber Gedanken hatte sie sich nicht gemacht, wollte zuerst auch nicht zum Arzt. Doch es wurde nicht besser, schließlich konnte sie nicht einmal mehr Treppen steigen. Ein MRT brachte dann die Diagnose: Meniskusriss und Kreuzbandanriss im linken Knie.
Eine Operation sollte nach Möglichkeit umgangen werden, stattdessen ging Anna Linke in die Praxis für orthopädische Physiotherapie am Grünen Tal zur Behandlung. Dort kümmert sich Kathleen Stüwe um die Sportlerin. „Anna ist noch jung und körperlich fit“, sagt Stüwe. „Deshalb sind bei ihr die Chancen hoch, dass sie - nach entsprechender Behandlung - wieder schmerzfrei spielen und ihr Bein voll belasten kann.“
Zu Beginn der Therapie ging es zuerst einmal darum, dass die Verletzung wieder weitestgehend verheilt. Dafür wurde das Kniegelenk zunächst beweglich gemacht und das Gefühl für eine gerade Beinachse entwickelt. Erst danach - drei Wochen später - wurde das linke Bein nach und nach immer mehr belastet.
Koordination, Stabilisation und Muskelaufbau stehen seitdem auf dem Therapieprogramm von Anna Linke. Bei einer der Übungen wirft Kathleen Stüwe einen Ball zu Anna - deren linkes Bein mit Gewichten nach innen gezogen wird. Aus eigener Kraft muss sie nun einen Gegendruck erzeugen, gleichzeitig den Ball fangen und wieder werfen. Die Beinachse wird so kontinuierlich stabilisiert. Auch das Springen aus dem Stand funktioniert jetzt schon deutlich besser als noch vor ein paar Wochen - die Fortschritte sind unübersehbar.
Bis Anna Linke wieder mit ganzer Kraft und Fitness in das Handballtraining einsteigen kann, wird sicher noch einige Zeit dauern, aber die ehrgeizige Sportlerin ist optimistisch: „Zur nächsten Saison bin ich wieder dabei.“Christian Becker



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