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Tafeln in der Altstadt
Auf der Spur der Drachen-Sterne
Altstadt • Vor der Staatskanzlei und der Polizeistation Mitte in der Schlossstraße, an der Ecke Großer Moor/Puschkinstraße und vor dem verwaisten Bankgebäude in der Friedrichstraße - an insgesamt 13 Stellen der Altstadt fallen dem aufmerksamen Fußgänger kleine in das Pflaster des Bürgersteiges eingelassene Messingtafeln auf. Sie tragen eingraviert das Sternbild Draco (Drachen) und eine Zahl.
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Ein Geheimnis unserer Stadt? hauspost-Leser rätseln immer wieder darüber. Rudolf Conrades, seit 1996 Leiter des Schleswig-Holstein-Hauses, weiß kompetent die Antwort: „Die Messingtafeln sind Teil des Drachensommers 1994, mit dem ich quasi meine Visitenkarte in Schwerin abgab. Damals hatte mir die Stadt die Konzeption des Kultursommers übertragen, und ich wollte Farbe in das Grau bringen, das sich damals noch durch die Landeshauptstadt zog.“
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Irgendwie bot sich der Drache an, aber nicht feuerspeiend, sondern - Anleihe bei Ostasien - als Glücksbringer. Die Suche nach Drachenmotiven in Schwerin begann: in der Volkskultur, auf Siegeln, im Kampf mit dem heiligen Georg, im Zoo und am Himmel. Viele Partner machten mit.
Conrades: „Also holten wir auch das Sternbild auf die Straßen der Altstadt herunter. Wir schoben die Projektion des Sternbildes auf dem Stadtplan so lange hin und her, bis kein Stern mehr etwa in einen unzugänglichen Hinterhof oder mitten in ein Gebäude fiel, sondern ausschließlich auf dem Straßenpflaster landete.
An jedem der 13 Landeplätze - so viel Sterne gehören nämlich zum Bild des Drachen - wurde eine Messingplatte mit einer Abbildung des ganzen Draco-Sternbildes verankert mit dem Zahlenhinweis, welchen der Sterne der Betrachter im Moment vor sich hat.“
Ein Tipp für den astronomischen Altstadtbummel, den Sie nun möglicherweise beginnen wollen: Start mit Nummer 1 ist am Museum am Alten Garten, weiter geht's zum Theater, zur Schlossbrücke, zur Staatskanzlei, zur Polizei und St.-Anna-Kirche, dann zur Mitte der Salzstraße, zum Kulissenhaus am Kleinen Moor, zur Ecke Großer Moor, zur Burgstraße (Höhe ehemalige Kaufhalle „Moorpassage“) und zur Münzstraße (Ecke Blumenhaus Scheffel).
Der letzte Stern wird in der Friedrichstraße vor dem ehemaligen Bankgebäude erreicht.
Dieter W. Angric
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So gesehen...
Wo sie überall ihr grausiges Mahl einnehmen, die kleinen
gefräßigen Bakterien, weiß keiner so genau. Sicher ist, dass die Pfähle unter der Ufermauer, gegenüber dem Schloss, schon von ihnen besucht wurden. Denn genau da müssen im Frühjahr mehr als hundert Holzpfähle durch neue aus Stahlbeton ersetzt werden. Die kleinen blauen Bakterienkinderchen und ihre Mama haben da schon ganze Arbeit geleistet und über die Hälfte der Holz-Pfähle zerfressen.
Comic: Martin Molter |

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Im August wird Pfaffenteich-Schranke fünf Jahre alt
Eine Frage der Freiheit
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Die Schranke als Motiv für Ansichtskarten von Schwerin - das wär doch was!
Foto: max
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Altstadt • Vielleicht sollte man Mitte August bei hoffentlich schönstem Sommerwetter zu einem ganz besonderen Fest einladen? Einen nicht zu übersehenden Anlass dafür gibt es ja seit nunmehr fast fünf Jahren. Denn seit dem 14. August 1998 sperren 4,40 Meter Schranke das Südufer des Pfaffenteichs für den normalen Straßenverkehr.
Eigentlich hätte es dieses Bauwerks gar nicht bedurft, denn die Straße war bereits durch entsprechende Verkehrsschilder gesperrt. Aber die wurden kaum beachtet. Offensichtlich „übersehen“ aber nicht wenige Verkehrsteilnehmer auch die Barriere. Denn seit ihrer knapp 9.000 Euro teuren Erstinstallation wurde die Schranke am Pfaffenteich insgesamt 23 Mal zerstört. Die zwischen 1998 und 2002 entstandenen Reparaturkosten betrugen knapp 22.000 Euro, wobei in fünf Fällen die „Schrankenbrecher“ erkannt wurden und die Reparaturkosten zu zahlen hatten.
Leider blieben die Gründe der Zerstörer bislang eher im Dunkeln. Und so kann man nur Vermutungen anstellen: War es ein Materialtest? War es ein Anti-Aggressionstraining der besonderen Art? Oder wollte da jemand seinem unbeschränkten Willen zur freien Fahrt für freie Bürger Nachdruck verleihen? Wie gesagt, wir wissen es nicht.
Wir wissen nur, dass die Schranke Freiräume für die Fußgänger geöffnet hat. Wir wissen aber auch, dass diese Siemens-Konstruktion nicht unbedingt das schönste Bauwerk der Stadt ist. Und wir wissen zudem, dass die Schranke in diesem Jahr durch versenkbare Poller auf der Arsenalseite ersetzt werden soll. Für diesen Fall sollten aber noch wenigstens drei Dinge passieren: Noch gibt es keine Ansichtskarte dieses einzigartigen Bauwerks. Zweitens sollte die Schranke die Sammlungen des Stadtgeschichtsmuseums komplettieren. Abteilung „Bürgerstolz“. Und drittens schlagen wir vor, am fünften Jahrestag der Erstinstallation ein großes Schweriner Schrankenfest zu feiern. Schließlich kann man den einschlägig bekannten Begriff GmbH auch folgendermaßen übersetzen - Gebiet mit beschränkter Hoffnung.
Jürgen Seidel
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Gewinnspiel
In jedem Jahr beginnen wir im Januar mit einer Sonderausgabe der hauspost, die stets einen Stadtteil Schwerins besonders hervorhebt. Vor zwei Jahren war es Lankow. Im vergangenen Jahr drehte sich alles um die Weststadt. Welcher Teil Schwerins wird jetzt besonders vorgestellt? Kreuzworträtsel und Gewinnspiel haben wieder das gleiche Lösungswort.
Also Postkarte an die hauspost schicken. Stichwort „Gewinnspiel”, Lübecker Straße 126, 19059 Schwerin. Einsendeschluss ist der 17. Januar 2003. Von Mitgliedern der Altstadt-Werbe-gemeinschaft werden tolle Preise bereit gestellt: Ein Gutschein über 25 Euro zur Benutzung des Parkhauses am Schloss, Das Gasthaus „Zur guten Quelle“ lädt zu einem Essen für 25 Euro und einer schönen Flasche Wein ein, das Gesundheitszentrum „SANCARE“ erwartet einen Gewinner oder eine Gewinnerin zu einer Behandlung im Wert von 28 Euro. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Gewinner
Lösungswort der letzten Ausgabe: Augustus
Die 22 Gewinner des Weihnachtspreisrätsels konnten ihre Preise noch vor dem Weihnachtsfest in der Redaktion der hauspost in Empfang nehmen.
Herzlichen
Glückwunsch!
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