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Wer war eigentlich...


Heinrich Seidel (1842 - 1906)

"Dichten ist Konstruieren."

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Es ist auf den Monat genau 100 Jahre her, dass sich in einem Gartenhaus in Berlin-Lichterfelde ein aus Mecklenburg stammender Ingenieur und Schriftsteller gleich über mehrere Dinge freuen durfte: Über seinen 60. Geburtstag, über großen Erfolg bei seinen Lesern, über eine hohe Auszeichnung aus Schwerin und über die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock.

Die Rede ist von Heinrich Seidel, geboren am 25. Juni 1842 in Perlin nahe Wittenburg und in diesem Sommer 1902 ein glücklicher Mann. Schon seit Tagen hatte der Postbote haufenweise Glückwunschtelegramme und Geburtstagssbriefe in die Lichterfelder Boothstraße 29 getragen - von berühmten Persönlichkeiten, einfachen Leuten und von vielen Freunden seiner Bücher. Darunter ist vor allem eines, mit dem der Perliner Pfarrerssohn, der in Schwerin entscheidende Kinder- und Jugendjahre erlebte, auch heute noch präsent ist - das über Leberecht Hühnchen, jener unverbesserliche Optimist und Lebenskünstler, der noch aus den widrigsten Lebensumständen Freude und Nutzen zieht.
Auch Seidel selbst hatte es nicht leicht. Das begann mit Schwierigkeiten auf dem Schweriner Gymnasium Fridericianum. Sein Berufswunsch "Techniker" war erst auf Umwegen zu erreichen. Aber dann der Triumph: "Später, als ich im Jahre 1872 auf das Neubaubureau der Berlin-Anhalter-Bahn übersiedelte, begünstigte mich das Glück noch mehr, und ich erhielt eine Aufgabe, die in dieser Ausdehnung auf dem ganzen Kontinente noch nicht vorgekommen war, nämlich die Konstruktion des eisernen Daches der mächtigen Ankunftshalle, das eine Spannweite von 62 1/2 Meter besitzt." Der berühmte Anhalter Bahnhof wurde 1880 eröffnet. Im selben Jahr traf der Ingenieur, der neben dieser Profession stets seiner literarischen Passion nachgegangen war, eine folgenreiche Entscheidung. Er wollte künftig als freier Schriftsteller leben.
Aber erst nach fast einem Jahrzehnt stellten sich die ersten literarischen und auch finanziellen Erfolge ein. Der Perliner Pfarrerssohn, dem auf dem Schweriner Gymnasium prophezeit worden war "Ut em ward nix!" hatte es geschafft. Und wirklich zählt die Zeit um die Jahrhundertwende zu den glücklichsten Jahren im nie ganz sorgenfreien Leben des aus Mecklenburg stammenden Ingenieurs und Schriftstellers, der wohl auch in Schwerin selbst künftig noch mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Denn Heinrich Seidel hat nicht nur noch immer lesenswerte Geschichten geschrieben und auf seine ganz eigene Art eine Erinnerung an ein vergangenes Mecklenburg lebendig gehalten, sondern er hat seiner Heimat und besonders Schwerin ein Leben lang die Treue gehalten.
Welcher Schweriner mag sich nicht über die folgenden Sätze aus seiner Autobiographie freuen: "Was nun Schwerin selbst betrifft, so ist es eine freundliche, garten- und wasserreiche Stadt mit zum Teil sehr schönen öffentlichen Gebäuden, unter denen das großherzogliche Schloß, herrlich auf einer kleinen Insel zwischen dem Burgsee und dem Großen See gelegen, bekanntlich weltberühmt ist." Sicher wird von Seidel noch zu hören sein. Spätestens im Jahre 2006. Dann wird es genau 100 Jahre her sein, dass der "Vater" des "Leberecht Hühnchen" und des noch immer lesenswerten "Reinhard Flemming" in Berlin gestorben ist. Übrigens genau am 7. November 1906, am 96.Geburtstag von Fritz Reuter. Seidels Grab auf dem Friedhof an der Moltkestraße existiert noch. Es ist ein Ehrengrab. Hin und wieder liegen dort Rosen. Schließlich war Heinrich Seidel im Rosenmonat des Jahres 1842 geboren worden. Und Rosen hatte er zeitlebens geliebt. Wie das Konstruieren und das Dichten. js


Ortsgruppe 104 "Am Grünen Tal" freut sich auf neue Mitglieder

Mit Skat und Brigde an den Werbelinsee

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Stimmungskanone Christa Burr weiß wie sie die Senioren begeistern kann Foto: max

Mueßer Holz • An jedem ersten Mittwoch im Monat treffen sich die Mitglieder der Ortsgruppe 104 in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in der Pilaer Straße. Ab 14 Uhr wird Brigde und Skat gespielt. Oder es geht gemeinsam auf Reisen in die nähere oder weitere Umgebung.

Die Sonne scheint strahlend auf die liebevoll eingedeckte Tafel. "Ich mache mir keine Sorgen", singt Christa Burr fröhlich zur Gitarre. Und alle im Raum summen den Refrain des Liedes mit. Trotz des schönen Wetters sind mindestens 35 von den 94 Mitgliedern der Ortsgruppe zur heutigen Veranstaltung gekommen. Schließlich gilt es einen neuen Vorstand zu wählen und eigentlich geht nichts ohne das monatliche Treffen hier mit den Bekannten und Freunden. "Es ist einfach die Gemeinsamkeit, die mich hierher zieht", gesteht Herrmann Kröhn. Er ist zusammen mit seiner Frau Helga schon viele Jahre aktiv für und mit der Ortsgruppe tätig.
Viele erlebnisreiche Busfahrten standen auch schon auf dem Programm. " Ob zum Karneval nach Crivitz, nach Ratzeburg oder zur Insel Rügen, es waren immer sehr erlebnisreiche Ausflüge", erinnert sich Irmgard Wegner. "Als nächstes fahren wir zum Werbelinsee und im August gehts nach Hamburg. Zuerst nach Boizenburg und von dort per Schiff in die Hansestadt zur Stadtrundfahrt. Und das alles für 45 Euro.
Ist das nicht prima", freut sich Organisatorin Helga Kröhn. "Es macht schon sehr viel Freude und Spaß miteinander und füreinander da zu sein und gemeinsam etwas zu erleben. Wir laden alle ganz herzlich zu uns ein", ergänzt Herrmann Kröhne. hs

Kontakt  
vsoli_logo Volkssolidarität Kreisverband Schwerin e.V.
Pilaer Straße 12-14
19063 Schwerin
Telefon: 0385/55 71 219

Seniorenwohnanlage
Ansprechpartnerin Marita Borchmann
19057 Schwerin-Friedrichsthal
Moorbrinker Weg 20
Telefon: 0385/48 05-0
   

Personalien

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Andreas Thiele (41)

war der erste Wahlvorsteher aus den 112 Wahlbezirken, der bei der OB-Stichwahl am 28. April gegen 18.30 Uhr mit den Stimmen zur Auszählung im Stadthaus erschien. Der Mitarbeiter im Stadtplanungsamt erklärt stellvertretend für sich und seine sieben Helfer aus dem Wahlbüro 049 in der Fritz-Reuter-Schule: "Wir hatten ein gründliches Team und einen kurzen Weg zum Stadthaus." Ein anderer Grund ist allerdings auch die geringe Wahlbeteiligung von 27, 4 Prozent. Das sind 154 Stimmen.


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