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32 Stellen gekündigt
Einsparungen bei
den Stadtwerken

Jetzt steht es fest: Um die Stadtwerke noch konkurrenzfähiger zu gestalten wird die gesamte Gesellschaftsstruktur gestrafft. Sechs Millionen Mark will das kommunale Unternehmen einsparen. 90 Stellen müssen dabei kurzfristig abgebaut werden. Zusammen mit dem Betriebsrat hat die Geschäftsführung deshalb ein sozialverträgliches System ausgearbeitet. So erhielten alle Mitarbeiter die Möglichkeit, Abfindungen in Anspruch zu nehmen oder Teilzeitarbeit zu vereinbaren.
26 Stadtwerker nahmen die Abfindungen an. Auch Umschulungen wurden ins


Das Geschäftskundenteam der Stadtwerke mit
Leiterin Karin Peter (vorne rechts)


Frischer Wind in der Geschäftskundenbetreuung
Serviceleistung optimiert
Programm aufgenommen. 16 Mitarbeiter besuchen jetzt Lehrgänge, um Triebwagenführer für die ab 2001 fahrende MecklenburgBahn zu werden.
In 40 Fällen nahmen Kollegen Teilzeitangebote an und ersparten dem Unternehmen so zwölf weitere Kündigungen. In der Chefetage wurde die Zahl der Abteilungsleiter von 16 auf vier reduziert, Prokuristen gibt es schon seit einiger Zeit nur noch zwei statt vier.
Das städtische Energiebündel Stadtwerke (Wärme, Strom, Wasser, Gas) reduziert bis März 2001 die Belegschaft zunächst auf 466 Beschäftigte. „Das war nach der Liberalisierung des Strommarktes eine unumgängliche Entscheidung“, sagte Werner Küsel, stellvertretender Geschäftsführer der Stadtwerke. „Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist dennoch deutlich positiver als erwartet. Allein im Umland haben wir trotz hart umkämpftem Strommarkt über 1000 Kunden hinzu-
gewonnen, stellte Küsel fest. In
den nächsten Jahren scheiden noch 109 Kollegen auf Grund von Altersteilzeitvereinbarungen aus. Seit dem 1. September 2000 weht im Geschäftskundenbereich der Stadtwerke ein frischer Wind. Mit einer Neuorganisation reagierte das Unternehmen auf die Liberalisierung des Energiemarktes. Gleichzeitig wurden die Serviceleistungen für die Kunden optimiert.
Bis zum August wurde die Kundenbetreuung noch nach Tarif- und Sondervertragskunden gegliedert. Mit der Neustrukturierung der Privat- und Geschäftskundenbetreuung ist ein noch besserer, kundenorientierter Service möglich. Ein Geschäftskunde wird durch alle Sparten hindurch von einem Mitarbeiter betreut. „Unsere Kundenbetreuer arbeiten branchenorientiert“, sagt Karin Peter, Leiterin des Geschäftskundenbereiches. „Ein Mitarbeiter ist beispielsweise spezialisiert auf Handwerksbetriebe, ein anderer auf Banken oder Einzelhändler. So weiß jeder Betreuer genau über
die speziellen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden Bescheid.“
Zehn Mitarbeiter gehören zum Team von Karin Peter. Jeder der sechs Kundenbetreuer ist diplomierter Fachingenieur, drei Mitarbeiter sorgen für die korrekte Rechnungslegung. Insgesamt zählen 6.000 Unternehmen in Schwerin und Umgebung zu den Kunden der Stadtwerke.
Und die sind bei dem kommunalen Unternehmen gut beraten“, sagt Karin Peter. „Auf alle Fragen zu Energie, Wasser und Abwasser können wir kompetent und individuell reagieren“, erklärt sie.
Die Liberalisierung des Strommarktes hat unter den Geschäftskunden nicht zu den befürchteten Abwanderungen geführt. „Unsere Pluspunkte sind der persönliche und schnelle Service, bei fairen Marktpreisen“, sagt Karin Peter. „Dies wissen unsere Kunden zu schätzen und halten uns die Treue.“ Unternehmer, die Fragen zu Service und Angebot der Stadtwerke haben wählen 0385-6331281.

Energiesparen in der kalten Jahreszeit
Richtig Lüften und Heizen spart Kosten
Die Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs in privaten Haushalten sind vielfältig, man muss sie nur konsequent nutzen. Je kälter die Außentemperatur ist, desto höher sind die Heizkosten für die Wohnräume. Die vom Heizungsfachmann empfohlene Innentemperatur ist jedoch nicht immer erforderlich, und: Allein die Absenkung der Gebäudeinnentemperatur um ein Grad spart sechs Prozent Energiemenge. Und meist reichen zum Beispiel 18 Grad im Schlafzimmer aus, um sich behaglich zu fühlen.
Bei Warmwasser ist der überflüssige Energieaufwand beachtlich. Häufig sind die Temperaturen so hoch eingestellt, dass im Verbrauchsfall kaltes Wasser zugemischt wird. Unnötig, denn meist ist die Vorein




Ein kurzzeitig weit geöffnetes Fenster ist besser, als dauerhafte „Kipp“-Stellung
stellung 55 bis 60 Grad (mittel) statt 85 Grad (heiß) völlig ausreichend. Auch richtiges Lüften kann im Winter Energie sparen: Verbrauchte, warme Luft hat eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Und diese auf Temperatur zu halten ist fast genauso aufwendig, wie kalte, trockene Luft zu erwärmen. Wichtig ist vor allem das „kurze Stoßlüften“. Man erzielt sehr schnell einen kompletten Luftaustausch. Fenster sollten nicht über längere Zeit auf „Kipp“ gestellt werden. Hierdurch geht Speicherwärme aus den Wänden verloren und die Fensterbereiche kühlen stark ab. Der komplette Luftwechsel ist vor allem abends vor dem Schlafengehen sinnvoll. Man vermindert dadurch das morgendliche Beschlagen der Fenster.




Am Rande





Axel Höhn (rechts) und Initiativensprecher Peter Lasch geben Friedrichstraße frei.

Händlerinitiative dankt Stadtwerken
Am 13. Oktober wurde die neu gestaltete Friedrichstraße im Rahmen eines Festes offiziell wieder freigegeben (Foto). Nach über sechsmonatiger Bauzeit zeigt sie sich jetzt mit neuem, hochwertigem Fahrbahnbelag und nostalgischen Laternen dar. Baudezernent Höhn dankte allen beteiligten Firmen und äußerte sich optimistisch, dass die Schweriner die Straße gut annehmen werden.
Hugo Klöbzig, technischer Leiter bei den Stadtwerken, freute sich besonders über den reibungslosen Ablauf der Sanierungsarbeiten. Hierdurch konnte die Friedrichstraße sechs Wochen früher als vorgesehen übergeben werden.
Peter Lasch von der Initiative der Friedrichstraße: „Für die gute Zusammenarbeit auf der Leitungsebene möchten wir den Stadtwerken, besonders Herrn Hennig, unseren Dank aussprechen.“ Um die Einkaufstraße wieder zu beleben möchte die Initiative bald Gespräche mit den diversen Ämtern und der Stadtmarketing aufnehmen. Erstes Ziel ist die Initiierung einer Investorenbörse, um die leerstehenden Läden kurzfristig wieder an Einzelhändler und Gastronomen zu vermieten.