| Seite Zurück | |
Seite Vor |
| ALLES IN BUGA | |||||
|
Der geschäftsführende Dritte im Bunde für die offizielle Buga-Gesellschaft in Schwerin ist Dezernent Norbert Claußen (CDU). Damit soll die überparteiliche Vorbereitung abgesichert werden. hauspost: Herr Claußen, worin sehen Sie Ihre überparteiliche Aufgabe als Geschäftsführer der Buga-GmbH? Claußen: Durch den Beschluss der Stadtvertreter soll erreicht werden, dass keine Partei egoistische Interessen in Bezug auf die Buga verfolgt. Nur so kann das Projekt gelingen. Deshalb finde ich diese Konstellation, eine Geschäftsführung aus den drei stärksten Parteien (CDU, PDS und SPD- Anm. d. Red.) zu bilden, sehr konstruktiv. Auf allen politischen und fachlichen Ebenen kann die Buga jetzt erfolgreich entwickelt werden. hauspost: Immer wieder wird die Nachhaltigkeit des Buga-Konzeptes hervorgehoben. Als verantwortlicher Tourismusdezernent und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtmarketinggesellschaft müssen Sie doch eigentlich leuchtende Augen bekommen? Claußen: Wenn nur ein Bruchteil von den geplanten Vorhaben in Schwerin umgesetzt werden kann, dann haben wir nicht nur im Jahr 2009 einen hohen touristischen Zuwachs zu erwarten. Insofern ist das Projekt sehr interessant. Jetzt kommt es aber auch darauf an, Gesellschaften wie die Stadtmarketing konkurrenzfähig zu machen. Dafür haben wir ein |
![]() Norbert Claußen: Niemand wird sich im Verkehrs-chaos wiederfinden. umfangreiches Konzept erarbeitet. Jeder in dieser Stadt mussbegreifen, dass wir für die erfolgreiche Umsetzung der Buga 2009 schon jetzt starke Instrumente aufbauen müssen. Sonst werden wir in neun Jahren und auch anschließend nicht Herr der Lage. hauspost: Derzeit entsteht nicht gerade der Eindruck, dass die Stadtverwaltung genau weiß, was sie mit der Stadtmarketinggesellschaft will. Mal soll sie aufgelöst, mal gerettet werden. Claußen: Das ist tatsächlich ein unzumutbarer Zusstand. Die politische Diskussion ist im Gange. Ich gehe davon aus, dass die konstruktiven Vorschläge und Konzepte noch in diesem Jahr greifen und von den Stadtvertretern beschlossen werden. Dann können wir uns auch auf die eigentlicheArbeit stürzen ohne uns dabei selbst im Weg zu stehen. |
hauspost: Als zuständiger Dezernent für Ordnung müssen Sie bei der Planung der Buga doch schon jetzt Bauchschmerzen bekommen. Das Schweriner Verkehrssystem ist doch einem enormen Ansturm gar nicht gewachsen. Claußen: Wie gesagt, es kommt darauf an bis 2009 funktionierende Instrumente zu schaffen. Insofern kann von Bauchschmerzen gar keine Rede sein. Die Bauarbeiten für langfristig geplante Verkehrslösungen über den mittleren Ring gehen gut voran, genauso wie die Vorbereitung der P&R-Systeme und Parkflächen. Auch der Nahverkehr wird bis 2009 modernen Ansprüchen gerecht. Stadtbesucher und Stadtbewohner werden sich nicht im Verkehrschaos wiederfinden. hauspost: Das klingt alles sehr optimistisch. Was aber, wenn der Ansturm - etwa wie bei der Expo - ausbleibt? Claußen: Unser nachhaltiges Konzept ist einmalig für Bundesgartenschauen in Deutschland. Deshalb haben wir ja auch den Zuschlag bekommen und somit beste Voraussetzungen für eine hohe Resonanz. Aber mal abgesehen von der Resonanz, Schwerin wird so oder so nur gewinnen. Allein durch die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur. Hannover profitiert ebenfalls nachhaltig von der Expo, weil die Infrastruktur verbessert wurde und ein enormer Imagezuwachs sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. | |||
|
Visionen der Bundesgartenschau 2009 Themenbereich Schelfwerder |
|
![]() |
Vom Wald zum Waldpark - so lautet die Zwischenüberschrift für Punkt 5 des städtischen Plankonzeptes. Damit man den Wald vor lauter Bäumen wieder sieht, will Planungschef Axel Höhn mit der Axt durch den Wald. Das hört sich jetzt wüst an, so Höhn auf einer Pressekonferenz. Doch was nützt uns dieser herrliche Fleck, wenn wir keine Verwendung für ihn finden. Sichtachsen und Aussichtsplattformen sollen das größte zusammenhängende Waldstück der Landeshauptstadt durchsichtiger machen. So ist vom Bau eines Ausflugpunktes zum Erholen und Wald erleben die Rede. Nicht ganz uninteressant für Naturfreunde und Picknikfans. Auch an die Skipper auf den zahlreichen umliegenden Seen ist gedacht. So sollen nicht nur ausreichend Schiffanleger gebaut werden, sondern auch eine Marina auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie entstehen. Das Interessante dabei: Durch die Neubeplanung wird die anstehende Sanierung der Deponie gleich mitgemacht. Aussichtstürme und zahlreiche Badestellen spielen in dieser Vision ebenfalls eine Rolle. Wer das herrliche Gelände kennt, wird sich umgucken. Auch wenn es jetzt noch einem urwäldlerischen Dickicht gleicht, bis zur Buga führen Wanderwege an die jetzt noch unentdeckten Flecken auf Schelfwerder, wenn diese Vision Wirklichkeit wird. |
![]() |
Kultursommer auf der Freilichtbühne Helmut Holter, Minister für Bau und Arbeit, und Baudezernent Axel Höhn gaben im September den Startschuss für das erste BUGA-Projekt in Schwerin. Die 1954 gebaute Freilichtbühne am Schlossgarten wird in die Planungen für den zentralen Veranstaltungsbereich Garten der Jahrhunderte zur BUGA 2009 einbezogen. Sie war bis 1990 beliebter Treffpunkt für Fans von Konzerten oder Live-Boxveranstaltungen. Bis 1997 wurde die einzigartige, halbrunde Bühne außerdem für Theater oder Kinoveranstaltungen genutzt. Zu ihren besten Zeiten begeisterten sich bis 9000 Gäste in der Arena. Doch der bauliche Zustand der Bühne wurde immer schlechter und auch für Veranstalter wurde das Objekt uninteressant, nachdem Anwohner mit Lärmgutachten Einschränkungen erwirkten. Jetzt allerdings soll die Bühne wieder im neuen Glanz erstrahlen. Statt der alten Sitzreihen werden Grasflächen angelegt, auf denen die Zuschauer sitzen können. So wird das Areal mit Hilfe von ABM und Zuschüssen vom Land und der Kommune in eine Open Air-Bühne verwandelt. Baudezernent Axel Höhn hofft, dass im nächsten Jahr der Kultursommer die Bühne schon nutzen kann. Vier Monate sind für die Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten bislang eingeplant. |