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Zukünftig werden auch die Züge der MecklenburgBahn in der Straßenbahnhalle gewartet.

Nahverkehr rüstet sich für die MecklenburgBahn
Ausbau des Betriebsgeländes
Intensive Gleisbauarbeiten auf dem Gelände des Schweriner Nahverkehrs im Haselholz: Im Oktober begann dort der Aufbau der Wartungszentrale für die Regionalzüge der MecklenburgBahn (MEBA). Eine Herausforderung nicht nur für die Techniker.

„Für uns beginnt so etwas wie ein neues Zeitalter“, sagt Norbert Klatt, Geschäftsführer der MEBA und des Nahverkehrs. „Es starten die Vorbereitungen auf die Wartung von schwerer Schienenfahrzeugtechnik.“ Als Partner der MEBA kommt dem Nahverkehr beim Aufbau der Regionallinie eine entscheidende Bedeutung zu. Neben und in der bisherigen reinen Straßenbahnhalle wird ein Wartungspunkt für die modernen Regionalzüge aufgebaut. Zwei
Abstellgleise, eine moderne Waschanlage für Triebfahrzeuge und Straßenbahnen sollen gleichermaßen entstehen. Der Einbau moderner Großweichen und nicht zuletzt teilweiser Umbau der Straßenbahnhalle zum Zugstützpunkt steht auf dem Plan. Die Palette der Aufgaben für die kommenden Monate ist groß. Insgesamt werden in die Wartungszentrale acht Millionen Mark investiert, allein der Gleisbau kostet 2,2 Millionen Mark. Undenkbar ohne die großzügige Förderung durch das Wirtschaftsministerium.
Ab kommenden Frühsommer werden die topmodernen Alstom-Züge vom Haselholz aus ihren Liniendienst beginnen. An dem dafür nötigen Verbindungsgleis zwischen dem NVS-Gelände und der Bahnstrecke wird bereits gearbeitet. Die enge Verbindung
des städtischen Unternehmens mit der MecklenburgBahn ist auch personell unübersehbar. MEBA- und NVS-Geschäftsführer Klatt: „Das Ganze bedeutet für uns Verantwortung und Herausforderung, gerade für die Techniker. Doch die Schulungen für die schwere Eisenbahntechnik haben bereits begonnen und unsere Leute sind wirklich motiviert.“ Kein Wunder, werden doch im kommenden Jahr auch die neuen Straßenbahnzüge im Schweriner Depot erwartet. Gleich zweimal wird damit neueste Schienenfahrzeugtechnik Einzug halten. Bis dahin werden in der in den 70-er Jahren gebauten Straßenbahnhalle die Bauarbeiter das Sagen haben, ohne dass der Alltagsbetrieb gestört werden darf. Die Wartung der Tatra- Bahnen muss schließlich weitergehen.


Graffiti-Kunst verschönert sechs Wartehäuschen
Bunte Bilder erzählen Stadtgeschichte
Der Schweriner Nahverkehr
bekennt Farbe.
Wartehäuschen an
sechs
Stationen der Straßen
bahn-
linie nach Schwerin-Süd
werden von zwei Graffiti
Sprayern
verschönert.
Die Studenten Tino Bittner
und Gunnar Schlee haben
sich dieses ehrgeizigen
Projektes angenommen.


Vordergründig geht es dabei nur um eine farbliche Umgestaltung. Doch das Projekt beinhaltet mehr als nur die wahllose Ver-schönerung mit bunten Graffitis. Die beiden Sprayer wollen Schweriner Stadtgeschichte aus ihrer Sicht und mit ihren Mitteln an den Blechhallen festhalten. Der erste Teil ist an der Haltestelle „Waldfriedhof“ bereits beendet worden und zeigt mittels verschiedenen Techniken die natürlichen Reichtümer Schwerins vor seiner Besiedlung.





Tino Bittner (rechts) und Gunnar Schlee besprühen sechs Wartehäuschen der Straßenbahn, in Absprache mit dem Nahverkehr
Weitere Stationen sollen in den kommenden Monaten in Angriff genommen werden, die Umsetzung des gesamten Projektes wird voraussichtlich noch Jahre dauern.
Der Nahverkehr ist für die beiden Partner und Unterstützer zugleich. Das städtische Unternehmen stellt nicht nur Farbe und die Wartehäuschen an den Haltestellen zur Verfügung, es unterstützt auch die weitergehende Idee der gewollten Sprayaktion. Es gehe um den Aufbau einer Art „Straße des Wissens“, die später nicht nur von Schulklassen genutzt werden könne. Zudem werde auch die Attraktivität und das Ambiente der sechs Haltestellen erhöht. Mit gezielten Graffiti-Aktionen hat das städtische Verkehrs-Unternehmen bereits im Dreescher Bereich gute Erfahrungen sammeln können.




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Was vergessen?
Im Kundendienstbüro am Platz der Freiheit befindet sich auch das „Fundbüro“ des Schweriner Nahverkehrs. Gegenstände, die in Bussen, Bahnen oder an Haltestellen gefunden wurden, werden hier eine Woche lang aufbewahrt. Danach werden sie dem Fundbüro der Stadt (Packhof 2-6 im Bürgercenter) übergeben.