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Perfekte Teamarbeit
Operation bewahrt die elfjährige Sophie vor einer Hirnblutung
Artikel vom 29.10.2012 / HELIOS
Kontrolltermin in der Klinik: Dr. Karsten Alfke (Mi.) und Priv.- Doz. Dr. Oliver Heese überzeugen sich davon, dass es Sophie nach überstandener Operation gut gehtFotos: HELIOS
Kontrolltermin in der Klinik: Dr. Karsten Alfke (Mi.) und Priv.- Doz. Dr. Oliver Heese überzeugen sich davon, dass es Sophie nach überstandener Operation gut gehtFotos: HELIOS
Schwerin • Seit Sophie (11) in den Kindergarten geht, hat sie immer wieder heftige Kopfschmerzen. Vor allem beim Lesen verschwimmen plötzlich die Buchstaben, ihr wird übel und sie bekommt weiche Knie. Als ihre Kinderärztin Anfang dieses Jahres Sophies Kopf genauer untersuchen lässt, zeigt sich auf einer MRT-Aufnahme die Ursache für die Beschwerden: eine Gefäßfehlbildung auf der Hirnoberfläche, ein sogenanntes Angiom.
Ein Fall für die Spezialisten der HELIOS Kliniken Schwerin. In einem komplizierten Eingriff entfernen sie die tickende Zeitbombe in Sophies Kopf.
„Die Gefäßfehlbildung in Sophies Kopf war ein knäuelartiger Kurzschluss von Arterien und Venen“, erläutert Dr. Karsten Alfke, Chefarzt des Instituts für Neuroradiologie. „Normalerweise sind viele kleine Blutgefäße, die Kapillaren, zwischen Arterien und Venen geschaltet, auf die sich der hohe Blutdruck der Arterien verteilt. Fehlen diese, rauscht das Blut ungebremst in die Venen. Weil die Venen dafür nicht ausgelegt sind, können sie platzen und eine lebensbedrohliche Hirnblutung auslösen.“ Einfach herausschneiden kann man solch ein Angiom nicht, weil das ebenfalls eine schwer zu kontrollierende Blutung verursachen würde. Deshalb schob Dr. Karsten Alfke von der Leistenarterie aus einen Katheter in die Gefäße von Sophies Kopf bis hin zu den zuführenden Arterien des Angioms. Diese Arterien verklebte er und bereitete so die eigentliche Entfernung des Angioms vor. Diese folgte einen Tag später.
Priv.-Doz. Dr. Oliver Heese, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, öffnete über einen zirka zehn Zentimeter langen senkrechten Schnitt an der linken Kopfhälfte die Schädeldecke und sägte das entsprechende Knochenstück über dem Angiom heraus. Mit größter Sorgfalt arbeitete der Spezialist sich Millimeter für Millimeter vor. Er durchtrennte die bereits verklebten Gefäße. Die kleinen zuführenden Adern, die noch nicht verklebt waren, verödete er, bevor er sie ebenfalls durchtrennte. So löste er in viereinhalbstündiger Präzisionsarbeit das Gefäßknäuel quasi unblutig von der Hirnoberfläche. „Die unmittelbare Nähe zum Seh- und Sprachzentrum des Gehirns machte den Eingriff besonders schwierig“, sagt Priv.-Doz. Dr. Oliver Heese. „Aber mein Kollege
Dr. Alfke hat perfekte Vorarbeit geleistet.“
Sophie hat sich rasch erholt und geht wieder zur Schule. Äußerlich sieht man nichts vom Eingriff. Für die OP war lediglich ein schmaler Streifen ihrer Haare abrasiert worden, den das Haupthaar nun verdeckt. Und das Wichtigste: Ihre Kopfschmerzen ist Sophie endlich los.gc