Aktuelle Ausgabe: Hauspost 2013 Nr. 183
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Sparkassenkundenberater geben Tipps gegen Altersarmut
Die Notwendigkeit privater Altervorsorge
Artikel vom 30.05.2012 / Sparkasse Mecklenburg-Schwerin
Schwerin • Umfragen haben ergeben, dass die Mehrheit aller Arbeitnehmer auch im Ruhestand möglichst über die gleichen monatlichen Einnahmen verfügen möchte, die sie auch während ihres Arbeitslebens erzielten.
Das ist auch verständlich, da man in der Regel das Ausgabeverhalten gegenüber den Einnahmen angepasst hat. Auch wenn dann einige Ausgaben wegfallen, wie zum Beispiel die tägliche Fahrt zur Arbeitsstelle oder Beiträge zur privaten Altersvorsorge, so kommen neue hinzu. Dies sind oftmals höhere Aufwendungen für die medizinische Versorgung und, so banal es klingen mag, man hat als Rentner auch mehr Zeit, Geld auszugeben.

2035 weniger als 40 Prozent

Doch all diejenigen, die sich auf eine auskömmliche gesetzliche Rente verlassen, werden über deren spätere Höhe schockiert sein. So erwarten Rentenexperten dass spätestens im Jahr 2035 die gesetzliche Bruttorente weniger als 40 Prozent des davor erzielten Bruttoeinkommens betragen wird. Für einen verheirateten Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttoeinkommen in Höhe von 2.000 Euro sind das weniger als 800 Euro. Aber Brutto ist nicht gleich Netto, das heißt von diesem Betrag werden noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge abgezogen. Übrig bleiben rund 700 Euro Nettorente gegenüber einem davor überwiesenen Nettolohn in Höhe von rund 1.500 Euro. Somit fehlen ab sofort und ständig mehr als die Hälfte des Nettoeinkommens, nämlich sage und schreibe 800 Euro. Sollte der Renteneintritt noch vor dem 67. Lebensjahr liegen, fallen die Leistungen durch Abschläge noch niedriger aus.
Altersarmut oder zumindest eine drastische Absenkung des Lebensniveaus sind damit vorprogrammiert. Die meisten Menschen können sich vorstellen, was sie mit einem doppelten Gehalt anfangen würden, die wenigsten haben jedoch die Phantasie, was es bedeutet, von heute auf morgen weniger als die Hälfte zu bekommen. Dabei trifft diese Situation niemanden unvorbereitet. Ganz im Gegensatz zu Schicksalsschlägen wie Unfall, Krankheit, Scheidung, Jobverlust etc., die man selten oder gar nicht beeinflussen kann.

Keine Zeit verlieren

Der überwiegenden Mehrheit ist die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge durchaus bewusst. Viele zögern aber noch, damit zu beginnen. Für den rechtzeitigen Aufbau einer privaten Altersvorsorge ist jedoch der Zeitfaktor von entscheidender Bedeutung. Jeder aufgeschobene Tag ist hier ein verlorener Tag.
Wie man die vielfältigen Möglichkeiten und Varianten zum Aufbau einer lukrativen Altersvorsorge für sich nutzen kann, zeigen die Sparkassenkundenberater gern auf.