Schwerin • Mit einer Auslastung von rund 35 Prozent verfügt der Industriepark Schwerin noch über viele Potenziale, wenn es um die Entwicklung der Gewerbelandschaft geht. Seit 1990 hat sich indes viel getan. Die drei Branchen Maschinenbau, Baustoffe und Ernährungswirtschaft konnten sich in Schwerin etablieren. Die noch freien Flächen in den Gewerbegebieten werden von der Stadt für weitere Neuansiedlungen attraktiv beworben. hauspost fragte bei den Fraktionen nach, wie sie die Gewerbelandschaft in Schwerin einschätzen.
Schwerin • In den letzten Jahren hat sich die Landeshauptstadt als Wirtschaftszentrum immer mehr etabliert. Schwerin liegt strategisch gesehen in günstiger Lage zwischen den Großstädten Hamburg und Berlin und profitiert von der Nähe zur Ostsee.
Schwerin • Das geplante Projekt, die Erdwärme als alternative Energieversorgung für die Landeshauptstadt zu nutzen, ist innovativ und zukunftsweisend. So kann die Wärme weitgehend unabhängig von den zu erwartenden steigenden Energiepreisen angeboten werden. Nach Veröffentlichung des Vorhabens wurden aber auch kritische Stimmen laut. So wurde die Wahl des Standortes in Frage gestellt. Unsicherheit besteht über die möglichen Risiken einer Tiefenbohrung und darüber, welche Auswirkungen diese auf die zukünftige Nutzung der Fläche als Wohngebiet haben kann. hauspost fragte die Fraktionen der Stadtvertretung, wie sie zu diesem Projekt stehen.
Sebastian Ehlers, Vorsitzender der CDU/FDP-Fraktion
Unsere Stadtwerke sind ein innovatives Unternehmen, das stellt die geplante Nutzung der Geothermie im Bereich der Waisengärten erneut unter Beweis. Wir begrüßen sehr, dass Schwerin hier einen nachhaltigen Beitrag zur Nutzung alternativer Energien leistet. So wird künftig mit der Nutzung der Erdwärme ein weiterer, wichtiger Schritt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Landeshauptstadt getan. Gleichzeitig wird der angebotene Energiemix verbreitert und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen entgegengewirkt. Die Geothermieanlage ist durch die geologischen Gegebenheiten möglich und wird nach den neuesten Verfahren sicher betrieben werden. Die CDU/FDP-Fraktion geht davon aus, dass allen Bedenken der Schweriner Bürgerinnen und Bürgern Rechnung getragen wird und dass die Stadtwerke über den Fortgang des Projektes und die Ergebnisse informieren werden.
Gerd Böttger, Vorsitzender der Fraktion Die Linke
Im Zuge der Energiewende werden alle Varianten der erneuerbaren Energien immer wichtiger für eine stabile Versorgung der Schwerinerinnen und Schweriner. Nachdem die Stadtwerke Schwerin schon seit einigen Jahren eine Biogasanlage betreiben und ein Solarpark konkrete Formen annimmt, ist die Geothermie ein hochinteressantes neues Projekt für die Landeshauptstadt. Als Stadtvertreter, aber auch als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke, begrüße und befördere ich das Vorhaben im künftigen Wohngebiet „Waisenhausgärten“ ausdrücklich. Des Weiteren ist vorgesehen, zukünftig Erdwärme in das Fernwärmenetz der Stadt zu speisen. Das könnte den teueren Zukauf von Erdgas entscheidend verringern. Sollte sich das Geothermieprojekt erfolgreich entwickeln, müssen wir prüfen, ob auch an anderen Standorten in Schwerin eine Erdwärmenutzung möglich ist.
Cornelia Nagel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion SPD/Bündnis 90/ Die Grünen
Die Fraktion SPD/BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN unterstützt grundsätzlich alle Möglichkeiten, die dem Ziel dienen, von fossilen Energieträgern unabhängiger zu werden. Dazu gehört auch die Nutzung der Erdwärme. Jede Technologie birgt Risiken, die berücksichtigt werden müssen. Auch das Projekt im Bereich der Waisenhausgärten ist mit technologischen und finanziellen Risiken verbunden. Eine Gefährdung des Schutzgutes Boden und Grundwasser ist auszuschließen. Nach unserer Auffassung ist noch unklar, ob sich das Projekt wirtschaftlich darstellen lässt. Wir sehen eine Bebauung auf dem bautechnisch komplizierten und aus Umweltsicht sensiblen Standort am Schweriner See sehr kritisch. Die Bebauung des dritten Bauabschnittes lehnen die Grünen Fraktionsmitglieder weiterhin ab. Bei der Realisierung der Geothermieanlage sind die Bürger frühzeitig zu informieren.
Silvio Horn, Vorsitzender der Fraktion Unabhängige Bürger
Die Fraktion Unabhängige Bürger unterstützt den Einsatz regenerativer Energien im Stadtgebiet als einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Deswegen stehen wir dem Vorhaben grundsätzlich sehr offen gegenüber.
Um Chancen und Risiken der Tiefengeothermie beurteilen zu können, hat sich die Fraktion das Projekt von den Schweriner Stadtwerken vorstellen lassen. Die Bedenken der Fraktion, zum Beispiel Grundbrüche, unkontrollierbare Wasserausbrüche oder Schäden an der Wohnungsbausubstanz in der nahen Bornhövedstraße, konnten weitgehend ausgeräumt werden.
Risiken vergleichbarer Projekte in Deutschland sind für Schwerin wegen der hiesigen geologischen Verhältnisse wohl unwahrscheinlich. Gleichwohl plädieren wir dafür, dass die Stadtvertretung eine Grundsatzentscheidung zum Projekt Geothermie trifft.
Schwerin • Auch in diesem Jahr haben sich die Stadtvertreter wieder viel vorgenommen. Sei es eine bessere Kooperation der Landeshauptstadt mit dem Umland und angrenzenden Metropolregionen, eine Steigerung der Einwohnerzahl oder der Einführung eines Mindestlohnes. In der hauspost stellen die Vorsitzenden der einzelnen Fraktionen die Ziele und Schwerpunkte vor, die für das Jahr 2012 auf dem Plan stehen.
Schwerin • Im Oktober 2008 trafen sich die hauspost-Redakteure mit Bewohnern verschiedener Stadtteile. Sie nannten neun Anliegen, derer sich die Stadtverwaltung annehmen sollte. hauspost zieht Bilanz.
Schwerin • Ähnlich wie die in Kurorten zu zahlende Kurtaxe, überlegt die Landeshauptstadt Schwerin eine Kulturförderabgabe einzuführen. Angestoßen von der Fraktion Die LINKE wird ein entsprechender Antrag derzeit in den verschiedenen Ausschüssen diskutiert. Die daraus resultierenden Einnahmen sollen den Kultureinrichtungen der Stadt zugute kommen.
Schwerin • Immer mehr Menschen wollen in der Landeshauptstadt leben. So steigt auch die Nachfrage nach Wohneigentum. Da ist es nicht verwunderlich, dass im nächsten Jahr an drei Stellen in Schwerin neue Wohnmöglichkeiten entstehen. Damit auch das Umfeld immer schöner wird, beginnen Ende März die Bauarbeiten am Marienplatz.
Am 12. Dezember 2011 stimmten die Stadtvertreter dem Verkauf des Geländes der alten Werderklinik zu, nun kann es für die Schweriner Investorengruppe losgehen.
Im August 2011 hatte die Alte Brauerei GmbH & Co. KG das Areal am Standort Ecke Knaudtstraße/Werderstraße erworben. Zunächst muss das Gelände umfassend beräumt werden, die Arbeiten dafür haben bereits begonnen.
Im Januar müssen die Stadtvertreter über den Verkauf des denkmalgeschützten Gebäude-ensembles Schlossstraße 10 und 12 an einen Schweriner Investor abstimmen.
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